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18.05.2026 von Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum

Pollmeier baut Standort Creuzburg weiter aus: Gut vier Millionen Euro Förderung für Investition in moderne Holzverarbeitung

Pollmeier baut Standort Creuzburg

Bei einem Besuch bei der Pollmeier Massivholz GmbH & Co. KG hat sich Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John am Dienstag, dem 18. Mai 2026, über ein aktuelles Investitionsvorhaben des Unternehmens informiert. Mit einer neuen Zuschnittanlage soll die zunehmende Nachfrage nach Fertigbauteilen mit kundenspezifischen Abmaßen, Qualitätsmerkmalen und Oberflächen gedeckt werden. Ergänzt wird die neue Fertigungslinie durch ein Hochregallager mit 25.000 Stellplätzen. Das Land unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit gut 4,2 Millionen Euro.

„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind Investitionen wie diese ein starkes und ermutigendes Signal“, sagte die Wirtschaftsministerin. „Pollmeier zeigt eindrucksvoll, dass industrielle Wertschöpfung, Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Das Unternehmen investiert in modernste Produktionstechnologien, stärkt damit den Industriestandort Thüringen und sichert langfristig qualifizierte Arbeitsplätze in der Region.“

Die Investition umfasst unter anderem eine vollautomatisierte Sägelinie mit Scannertechnologie, eine Hobel- und Schleifmaschine sowie weitere moderne Betriebseinrichtungen. Ziel ist die Diversifizierung der Produktion hin zu hochwertigen Fertigprodukten für die weiterverarbeitende Holzindustrie. Insgesamt investiert das Unternehmen fast 30 Millionen Euro in das Vorhaben.

Geschäftsführer Ralf Pollmeier sagte: „Mit der neuen Zuschnittanlage gehen wir einen entscheidenden Schritt, um Massivholz industriell neu zu denken: weg vom klassischen Schnittholz, hin zu standardisierten, sofort verarbeitbaren Bauteilen. Unser Ziel ist es, den Werkstoff Buche für die Industrie so einfach und effizient nutzbar zu machen wie alternative Materialien – und damit seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig investieren wir bewusst in modernste Technologie und sichern so Wertschöpfung und Arbeitsplätze am Standort Thüringen."

Die familiengeführte Unternehmensgruppe zählt zu den technologisch führenden Laubholzverarbeitern Europas. Mit rund 1.000 Beschäftigten bundesweit und Kunden in mehr als 70 Ländern ist Pollmeier eines der international erfolgreichsten Industrieunternehmen Thüringens. Am Standort Creuzburg befinden sich neben dem Stammwerk und der Unternehmenszentrale auch das weltweit erste Furnierschichtholzwerk zur industriellen Verarbeitung von Buche. Pollmeier beschäftigt am Standort rund 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ministerin Boos-John verwies weiterhin auf die grundsätzliche Bedeutung der Holz- und Holzverarbeitungsbranche für Thüringen: „Die Branche steht gleichermaßen für industrielle Tradition, nachhaltige Rohstoffnutzung und großes Innovationspotenzial. Gerade beim klimafreundlichen Bauen und bei regionalen Wertschöpfungsketten spielt Holz eine Schlüsselrolle.“ In Thüringen erwirtschafteten Unternehmen der Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwarenindustrie zuletzt rund 926 Millionen Euro Umsatz und beschäftigten knapp 3.600 Mitarbeiter.

Um die Entwicklung des Sektors weiter zu stärken, unterstützt der Freistaat unter anderem den Aufbau des neuen „Kompetenzzentrums Holzbau und nachwachsende Rohstoffe“ in Suhl-Nord. Dort sollen künftig gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft innovative Anwendungen für nachhaltiges und klimafreundliches Bauen entwickelt werden. Für den Aufbau des Kompetenzzentrums stellt das Land in den Jahren 2026 und 2027 rund zehn Millionen Euro bereit. „Thüringen verfügt über starke Unternehmen, kurze Wege zwischen Forstwirtschaft, Forschung und Industrie sowie großes Know-how entlang der gesamten Wertschöpfungskette Holz. Diese Potenziale wollen wir gezielt weiterentwickeln“, so die Ministerin.

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