Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John hat am Dienstag, dem 26. Mai 2026, in Schmalkalden gemeinsam mit der Landrätin des Landkreises Schmalkalden-Meiningen, Peggy Greiser, und Bürgermeister Thomas Kaminski das neue Industrie- und Gewerbegebiet „An der B19“ nach dreijähriger Bauzeit offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit dem neuen Standort unmittelbar an der Bundesstraße B 19 stehen zusätzliche Flächen für Industrie- und Gewerbeansiedlungen in der Region zur Verfügung. Das Land hat die Erschließung des Areals mit rund 23,9 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf rund 27 Millionen Euro.
„Die heutige Übergabe ist ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Schmalkalden und für den ländlichen Raum insgesamt“, sagte Wirtschaftsministerin Boos-John. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauchen Unternehmen verlässliche Perspektiven und attraktive Standorte für Wachstum und Investitionen. Mit dem neuen Gewerbegebiet schaffen wir genau diese Voraussetzungen.“ Die wirtschaftliche Stärke des Landes entstehe nicht nur in den großen Zentren, sondern vor allem auch in Städten wie Schmalkalden. „Hier zeigt sich, wie industrielle Wertschöpfung, Innovation und regionales Engagement erfolgreich zusammenwirken.“
Das neue Industrie- und Gewerbegebiet liegt verkehrsgünstig gelegen an der B19 zwischen den Ortsteilen Niederschmalkalden und Schwallungen. Es verfügt über eine vermarktbare Nettofläche von rund 27,7 Hektar, die in bis zu zehn Parzellen aufgeteilt werden kann. Bereits heute ist ein beträchtlicher Teil der Flächen vermarktet oder befindet sich im Vermarktungsprozess. „Dass bereits ein Großteil der Fläche vergeben ist, zeigt deutlich den Bedarf und die Attraktivität des Standorts“, sagte die Ministerin. „Diese Investition ist gut angelegtes Geld – für neue Arbeitsplätze, für regionale Wertschöpfung und für eine starke wirtschaftliche Entwicklung in Südthüringen.“
Schmalkalden zählt zu den bedeutenden Wirtschafts- und Hochschulstandorten Südthüringens. Die Stadt verfügte bislang über 13 Gewerbegebiete mit einer belegten Nettofläche von mehr als 120 Hektar und einer Auslastung von über 90 Prozent. Mit dem neuen Standort „An der B19“ reagiert die Stadt auf die anhaltende Nachfrage nach Industrie- und Gewerbeflächen. Parallel dazu entsteht derzeit gemeinsam mit der Gemeinde Schwallungen ein weiteres, interkommunales Gewerbe- und Industriegebiet mit einer Fläche von rund 28 Hektar. Damit wird das Angebot an gewerblichen Entwicklungsflächen in der Region weiter ausgebaut.