Landesprogramm Tourismus (Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Thüringer Tourismus)

Hinweis

Für alle Fördertatbestände dieser Richtlinie ist bis zum 31.03. eines jeweiligen Jahres vorab eine formlose Förderanfrage für eine mögliche Förderung im Folgejahr bei der Thüringer Aufbaubank zu stellen.


Maßnahmen, die im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW), Teil II gefördert werden können, sind im Landesprogramm nicht förderfähig.

Stellen Sie Ihre Anträge online und nutzen Sie hierfür unser Online-Portal! Bitte beachten Sie, dass eine Antragstellung erst möglich ist, wenn ein positives Votum über die Fördervoranfrage vorliegt. Durch die Portalnutzung sparen Sie Zeit und Sie können sich jederzeit über den aktuellen Stand Ihres Fördervorhabens informieren.
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Was wird gefördert

Zur nachhaltigen Verbesserung der Thüringer Tourismuswirtschaft werden folgende Maßnahmen gefördert:

  • Investitionen zur Förderung des Tourismus
  • nichtinvestive Maßnahmen mit touristischer Relevanz und dem Ziel, die Angebotsqualität im Thüringer Tourismus zu verbessern
Maßnahmen, die im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW), Teil II gefördert werden können, sind im Landesprogramm nicht förderfähig.

Förderfähig sind:

  • Investitionsvorhaben zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur mit dem Ziel, die Angebotsqualität vor Ort zu steigern, um mehr Gäste aus dem In- und Ausland zu gewinnen
  • Marketingvorhaben, die qualitativ attraktive Tourismusangebote im In- und Ausland besser bekannt machen
  • überregionales Marketing für bedeutsame Veranstaltungen mit besonderer touristischer Relevanz
  • Organisationsvorhaben, die das Tourismusangebot in oder das Tourismusmarketing für die Region verbessern


Nicht förderfähig sind:


  • Erwerb von Grundstücken und Immobilien
  • Beschaffung von Finanzierungsmitteln
  • Fahrzeuge, die für den Straßen- und Schienenverkehr zugelassen sind
  • Betriebs- und Instandhaltungsausgaben
  • Ersatzbeschaffungen von beweglichen Wirtschaftsgütern
  • Marketingaktivitäten, die unter die allgemein übliche Geschäftstätigkeit fallen wie z. B. Herstellung von Prospekten, Messebesuche, Anzeigenschaltungen etc. Dies gilt ausdrücklich nicht für Veranstaltungen mit besonderer touristischer Bedeutung.
  • Eigenleistungen, Personalkosten des Vorhabenträgers
  • Umsatzsteuer, sofern der Vorhabenträger vorsteuerabzugsberechtigt ist
  • Errichtung, Modernisierung oder Ausbau von Unterkünften und Gaststätten
  • Freizeitparks im Sinne von Artikel 55 Ziffer 3 AGVO
  • Beihilfen für die in Art. 1 Abs. 2-5 AGVO aufgelisteten Unternehmen und Wirtschaftsbereiche sind von der Förderung ausgeschlossen.
  • Vorhaben des Bundes und des Landes werden nicht gefördert.

Wer wird gefördert

  • Gebietskörperschaften oder deren Zusammenschlüsse mit eigener Rechtsfähigkeit,
  • juristische Personen, die keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgen und die Bedingungen der §§ 51 - 68 AO erfüllen,
  • Reisegebietsorganisationen und im Bereich Kultur tätige Verbände, Vereine und Stiftungen sowie kommunale Tourismusgesellschaften (für nicht investive Maßnahmen).


Voraussetzungen:

Vom Vorhabenträger ist eine formlose Förderanfrage bis zum 31.03. bei der Thüringer Aufbaubank zu stellen, welche das Vorhaben und die Höhe der geplanten Gesamtkosten beschreibt sowie den Ausführungszeitraum benennt. Dabei ist darzustellen, wie die Wettbewerbsfähigkeit im Thüringer Tourismus nachhaltig verbessert werden soll. Nach positiver Entscheidung wird das Antragsverfahren eröffnet und dem Träger die entsprechenden Antragsformulare zugestellt.

Gefördert werden kann, wenn

  • mit dem Vorhaben zum Zeitpunkt der Antragstellung (Antragseingang bei der Thüringer Aufbaubank) noch nicht begonnen worden ist;
  • die förderfähigen Gesamtausgaben mindestens 20.000 EUR und höchstens 5.000.000 EUR betragen;
  • die Durchfinanzierung des beantragten Vorhabens gesichert ist (Vorlage einer rechtsaufsichtlichen Würdigung bei öffentlichen Gebietskörperschaften bzw. Durchfinanzierungsbestätigung).

Wie viel wird gefördert

Als vorhabenbezogene, nicht rückzahlbare Anteilsfinanzierung aus Mitteln des EFRE und/oder des Freistaates Thüringen können Zuwendungen auf die förderfähigen Gesamtausgaben gewährt werden:

  • für Investitionsvorhaben beträgt der Fördersatz in der Regel 60 % der förderfähigen Ausgaben
  • bei Vorliegen einer interkommunalen/überregionalen Kooperation oder Einfügung in eine regionale Tourismusstrategie kann der Fördersatz bis zu 80% der Bemessungsgrundlage betragen
  • bei Marketing- und Organisationsvorhaben liegt der Regelfördersatz der Bemessungsgrundlage bei 80%