Einzelbetriebliche Außenwirtschaftsförderung

Hinweis

Zum 1. August 2017 ist die neue Richtlinie zur einzelbetrieblichen Außenwirtschaftsförderung in Kraft getreten und ersetzt die seit dem 15. September 2015 geltende Richtlinie zur einzelbetrieblichen Außenwirtschaftsförderung. Mit ihr gehen neue Förderregularien einher. Ab dem 1. August 2017 gestellte Anträge, werden nach dem neuen Förderrecht bewertet.


Die wesentlichen Änderungen stellen sich wie folgt dar:


  • Wegfall der Förderung von Werbematerialien und Abschaffung der damit einhergehenden Nachweispflichten
  • Im Gegenzug dafür erfolgte die Anhebung der Zuwendung für die Teilnahme an einer Messe im In- und Ausland auf einen Betrag von 4.000 EUR
  • sowie Anhebung der Zuwendung für die Kontaktanbahnung im Ausland auf einen Betrag von 1.600 EUR
Die aktuellen Förderkonditionen werden im Folgenden kurz dargestellt.

Was wird gefördert


Gefördert werden Maßnahmen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehöriger wirtschaftsnaher Freier Berufe zur Erschließung von Absatzmärkten im Ausland.

Gegenstand der Förderung

  • Messeförderung:
    Förderfähig sind Beteiligungen (ohne direkten Verkauf von Produkten an Endverbraucher) in Form von Einzelständen an internationalen Messen im Ausland und Messen in Deutschland, soweit die Messen in der „AUMA-Messedatenbank Deutschland“ ( www.auma.de) als Messen mit der AUMA-Kategorie international gekennzeichnet sind.
  • Kontaktanbahnungskosten im Ausland:
    Förderfähig sind Maßnahmen zur Kontaktanbahnung und -vermittlung zu ausländischen Geschäftspartnern, die mit einer persönlichen Kontaktaufnahme des Antragstellers zu den vermittelten Kontakten verbunden ist. Die förderfähigen Leistungen können nur durch Berater oder Beratungsunternehmen, die in dem Formblatt „Vom TMWWDG anerkannte Beratungsunternehmen für Kontaktanbahnungen im Ausland“ gelistet sind, erbracht werden.
Für Fragen stehen den Antragstellern neben den Mitarbeitern der Thüringer Aufbaubank auch die Ansprechpartner der Fachbereiche „International“ bei den Thüringer Industrie- und Handelskammern sowie des Teams „Thüringen International“ der LEG zur Verfügung.




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Wer wird gefördert

Die Zuwendungen werden für Maßnahmen von KMU des verarbeitenden Gewerbes sowie der wirtschaftsnahen Dienstleistungen mit Sitz oder Betriebsstätte in Thüringen gewährt. Somit sind folgende Wirtschaftszweige nach der WZ 2008-Klassifikation förderfähig:

  • Verarbeitendes Gewerbe (C10 – C33)
  • Wirtschaftsnahe Dienstleistungen (J58-63; M71; M72, M74.1).
Zu den förderfähigen wirtschaftsnahen Berufen im Sinne der Richtlinie gehören die Freien technischen und naturwissenschaftliche Berufe und Designer.

Vorhaben der Außenwirtschaftsförderung dürfen am Folgetag nach dem Antragseingang bei der TAB auf eigenes Risiko begonnen werden.

Zum Zeitpunkt der Zusage einer Förderung darf die Maßnahme noch nicht abgeschlossen sein.




Förderausschluss

Mögliche Förderausschlüsse ergeben sich:

  • aus den Ausschlüssen gemäß Art. 3 Abs. 3 Verordnung (EU) 1301/2013
  • aus Art. 1 Abs. 1 der De-minimis-VO sowie
  • für Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der „Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten“.




Unser Tipp:

Stellen Sie Ihre Anträge online und nutzen Sie hierfür unser Online-Portal! Sie sparen Zeit und können sich jederzeit über den aktuellen Stand Ihres Fördervorhabens informieren. Durch die Portalnutzung wird neben der Bearbeitung Ihres Mittelabrufs/ Verwendungsnachweises auch die Kommunikation mit der Thüringer Aufbaubank für Sie wesentlich komfortabler.

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Wie viel wird gefördert

Die Zuschüsse werden als De-minimis-Beihilfe in Form von Festbetragsfinanzierungen wie folgt gewährt:

  • Einzelbetriebliche Messeteilnahmen: 4.000 EUR
  • Kontaktanbahnungskosten im Ausland: 1.600 EUR
Für antragsberechtigte Unternehmen können im Zeitraum 15.09.2015 bis zum 31.12.2023 insgesamt 20 Anträge bewilligt werden.

Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.

Die dem Unternehmen/ Unternehmensverbund („ein einziges Unternehmen“) gewährten De-minimis-Beihilfen dürfen den maximalen Gesamtbetrag von 200.000 EUR innerhalb des lfd. und der letzten zwei Kalenderjahre nicht übersteigen. Bei Unternehmen, die im Bereich des gewerblichen Straßengüterverkehrs tätig sind, beträgt der Höchstbetrag 100.000 EUR.



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Downloads

Richtlinie

Antrag

Verwendungsnachweis

Ergänzende Regelungen bei der Gewährung von Zuschüssen aus dem EFRE