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03.08.2026 von Thüringer Finanzministerium

Finanzministerin Katja Wolf und TAB-Vorsitzender Matthias Wierlacher mit positiver Zwischenbilanz des Kommunalen Investitions-Programmes

„Das Kommunale Investitions-Programm hat sich wie erwartet und erhofft zu einem Erfolgsmodell entwickelt“, bilanziert Thüringens Finanzministerin Katja Wolf. Gemeinsam mit Vorstandsvorsitzendem Matthias Wierlacher von der Thüringer Aufbaubank (TAB) zog sie am 3. August 2026 eine erste Bilanz dieses besonderen Kreditprogrammes für die Thüringer Kommunen.

Dazu hatte Finanzministerium und TAB nach Apolda in die dortige Bergschule eingeladen. Die amtierende Landrätin des Landkreises Weimarer Land, Jacqueline Schwikal, stellte das Sanierungsvorhaben an der Schule vor, für das rund drei Millionen Euro für die ersten Arbeiten aus dem Topf des Kommunalen Investitions-Programmes (KIP) fließen. Der Kreis will die gesamten ihm aus dem Programm zur Verfügung stehenden in den nächsten Jahren für die Sanierung dieser Schule nutzen.

Das KIP hat ein Volumen von einer Milliarde Euro und läuft über vier Jahre (2026 bis 2029). In dieser Zeit können alle Thüringer Kommunen aus dem Programm Kredite bei der TAB beantragen. Die Höhe des für jede Kommune möglichen Kredites hatte das Land im Vorfeld mit den Kommunalen Spitzenverbänden vereinbart.

Alle Kommunen werden bedacht

„Mir war wichtig, dass alle Kommunen diese Unterstützung beantragen können und gerade auch jene, die aufgrund ihrer finanziellen Schwäche sonst keine Kredite mehr erhalten“, so Finanzministerin Katja Wolf. Für die Kommunen entsteht nämlich kein finanzieller Druck, weil das Land am Ende sowohl Zins als auch Tilgung übernimmt.

Im Dezember 2025 wurde das Programm mit dem Landeshaushalt im Landtag beschlossen. Die ersten Anträge konnten im Februar 2026 gestellt werden, im April flossen bereits die ersten Mittel, verweist TAB-Chef Wierlacher darauf, dass die Antragstellung für die Kommunen sehr einfach ist und das Geld dann auch sehr schnell zur Verfügung gestellt wird.

Zudem wurde die sonst übliche bürokratische Verwendungsnachweisprüfung durch eine einseitige Eigenerklärung der Kommune ersetzt. „Wir vertrauen unseren Kommunen. Diese Landesregierung nimmt die kommunale Selbstverwaltung ernst und beweist dies mit diesem Vorhaben und dessen Ausgestaltung.“

Bislang (Stand 23. Juli) haben nach einem guten halben Jahr bereits 163 Kommunen (von großen Landkreisen bis zu sehr kleinen Gemeinden) Anträge auf Mittel aus dem KIP gestellt. Manche wollten das ihnen zustehende Geld gleich auf einen Schlag, andere beantragten zunächst Teilsummen. Von den bis dahin beantragten rund 164 Millionen Euro wurden etwa 120 Millionen Euro bereits ausgezahlt.

Hohe Nachfrage, schnelle Mittelbereitstellung

„Die ersten Monate des Kommunalen Investitions-Programms zeigen eindrucksvoll, wie groß der Investitionsbedarf in den Thüringer Kommunen ist. Umso wichtiger war es, das Programm von Beginn an mit schlanken Prozessen auszugestalten. Die hohe Nachfrage, die schnelle Mittelbereitstellung und die positiven Rückmeldungen der Kommunen bestätigen, dass dieses Konzept aufgeht und dringend benötigte Investitionen mit wenig Aufwand auf den Weg gebracht werden können, so TAB-Vorstandsvorsitzender Matthias Wierlacher.

Bei der Nutzung des Geldes durch die Kommunen zeigt sich schon jetzt ein bunter Strauß an Projekten. Es wird in Schulen und Feuerwehren genauso investiert wie in den Straßen- und Kanalbau. Freizeit- und Erholungsstätten werden auf Vordermann gebracht, das Geld in Vorhaben der Dorferneuerung gesteckt, sozialer Wohnungsbau gefördert, Kindergärten saniert und vieles mehr.

„Die bisherige Bilanz bestätigt meine Überzeugung, dass die Kommunen schon selbst am besten wissen, wo das Geld aus dem Programm am besten angelegt ist,“, sagt Finanzministerin Katja Wolf.

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Kommunales Investitionsprogramm

Landkreise, kreisfreie Städte und kreisangehörige Gemeinden in Thüringen erhalten von 2026 bis 2029 Kredite im Gesamtvolumen von 1 Milliarde Euro von der Thüringer Aufbaubank. 

Mit dem Programm soll die Infrastruktur der Städte, Gemeinden und Landkreise gestärkt werden. Ziel ist es, den jahrelangen Investitionsstau der Kommunen abzubauen – etwa bei Schulen, Straßen, Sportstätten und Verwaltungsgebäuden. Der Freistaat unterstützt das Programm mit einer Schuldendiensthilfe; er zahlt Zins und Tilgung der aufgenommenen Kredite.

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