Häufige Fragen und Antworten Soforthilfe 2020

Was ist eine Steuer-ID?

Die steuerliche Identifikationsnummer (Steuer-ID) ist eine bundeseinheitliche und dauerhafte elfstellige Identifikationsnummer von in Deutschland gemeldeten Bürger*innen für Steuerzwecke.

Wo finde ich die Steuer-ID?

Sie finden Ihre Steuer-ID beispielsweise hier:

  • Einkommensteuerbescheid
  • Lohnsteuerbescheinigung
  • Schreiben des Bundeszentralamt für Steuern bei der erstmaligen Erteilung der Steuer-Identifikationsnummer
  • Einkommensteuerbescheid
  • Lohnsteuerbescheinigung
  • Schreiben des Bundeszentralamt für Steuern bei der erstmaligen Erteilung der Steuer-Identifikationsnummer

Wenn Sie Ihre Steuer-ID verlegt haben, können Sie sich diese beim Bundeszentralamt für Steuern neu mitteilen lassen: www.bzst.de/DE/Privatpersonen/SteuerlicheIdentifikationsnummer/Mitteilung_IdNr/mitteilung_IdNr_node.html

Was ist der Unterschied zwischen Steuernummer und Steuer-ID?

Die steuerliche Identifikationsnummer (Steuer-ID) ist eine bundeseinheitliche und dauerhafte elfstellige Identifikationsnummer von in Deutschland gemeldeten Bürger*innen für Steuerzwecke. Sie ist ein Leben lang gültig und ändert sich nicht.

Die Steuernummer wird vom Finanzamt an jede steuerpflichtige natürliche oder juristische Person vergeben und ist einer*einem Steuerpflichtigen eindeutig zugeordnet. Eine Person kann mehrere Steuernummern in ihrem Leben haben. Wer beispielsweise umzieht und dadurch in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Finanzamtes gehört, wer heiratet oder eine Selbständigkeit anmeldet, erhält eine neue Steuernummer.

Was ist, wenn ich meine Steuer-ID nicht in meinen Unterlagen finde?

Wenn Sie Ihre Steuer-ID verlegt haben, können Sie sich diese beim Bundeszentralamt für Steuern neu mitteilen lassen: https://www.bzst.de/DE/Privatpersonen/SteuerlicheIdentifikationsnummer/Mitteilung_IdNr/mitteilung_IdNr_node.html

Wofür kann ich den Zuschuss verwenden?

Sie müssen als antragstellende Person versichern, dass Sie durch die Corona Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, die Ihre Existenz bedrohen. Sie konnten einen Antrag stellen, wenn Ihre voraussichtlichen fortlaufenden Einnahmen (netto) nicht ausreichen, um die in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingaufwendungen) zu zahlenden Verbindlichkeiten zu begleichen (Liquiditätsengpass).

Nicht zum Sachaufwand gehören Personalaufwand und kalkulatorischer Unternehmerlohn. Hierfür sieht der Bund den vereinfachten Zugang zur Grundsicherung und zum Kurzarbeitergeld vor.

Die Beiträge zur Krankenversicherung und Alterssicherung von Soloselbständigen bzw. von Angehörigen freier Berufe können als Sachaufwand behandelt werden.

Für den Fall, dass Ihnen im Antragszeitraum ein Miet- bzw. Pachtnachlass von mindestens 20% gewährt wurde, können Sie den fortlaufenden betrieblichen Sach- und Finanzaufwand nicht nur für drei, sondern für fünf Monate ansetzen.

Welche Beschäftigte sind zu berücksichtigen?

Zu berücksichtigen sind: Vollzeit, Teilzeit, geringfügig Beschäftigte, Azubis (Azubis können, müssen aber nicht berücksichtigt werden).
Nicht zu berücksichtigen sind: Leiharbeiter*innen, Mitarbeiter*innen in Mutterschutz und Elternzeit.

„Beschäftigte im Unternehmen zum Zeitpunkt der Antragstellung" - sind hier nur die Beschäftigten in Thüringen gemeint?

Die Abfrage bezieht sich auf alle Beschäftigten im Unternehmen, unabhängig davon, wo das Unternehmen unselbständige Betriebsstätten hat.

Beispiel: Ein Unternehmen hat 40 Mitarbeiter*innen in Hessen und 20 Mitarbeiter*innen in einer unselbständigen Betriebsstätte in Thüringen. In Summe verfügt das Unternehmen also über 60 Mitarbeiter*innen und ist deshalb nicht förderfähig.

Wichtig: Es gilt der Zeitpunkt der Antragstellung und kein anderes Datum!

Sie waren bisher im Nebenerwerb tätig und sind seit einiger Zeit im Haupterwerb tätig, haben sich aber nicht umgemeldet. Was tun?

Sie müssen Ihre Tätigkeit bis zum 15.02.2020 aufgenommen haben und aktuell im Haupterwerb tätig sein. Ein Nachweis der Ummeldung ist nicht erforderlich.

Wie verhält es sich mit Liquiditätsengpässen, die eigenverschuldet sind?

In einem solchen Fall ist eine Förderung nicht möglich, da der Liquiditätsengpass durch die Krise verschuldet sein muss.

Wird Kurzarbeitergeld angerechnet?

Nein.

Wie sind die Umsätze anzugeben: brutto oder netto?

Die Umsätze sind netto anzugeben, es sei denn, das Unternehmen weist keine Umsatzsteuer aus.

Für welchen Zeitraum kann der Zuschuss berechnet werden?

Für maximal 3 Monate - frühestens ab dem 11.03.2020. Ausgangspunkt für die Berechnung des Zeitraumes ist das Datum der Antragstellung.

Wie ermittle ich die Liquiditätslücke?

  • Fortlaufende Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb in den drei Monaten nach Antragstellung: Hierbei handelt es sich nur um Ihren Nettoumsatz.
  • Fortlaufender betrieblicher Sach- und Finanzaufwand in den drei Monaten nach Antragstellung: Hierzu zählen u.a. betrieblich bedingte Mieten, Pacht, Leasingraten, reguläre Tilgungsraten und Zinsen von Betriebsdarlehen für Betriebsräume und -Ausstattung, Betriebskosten (Strom, Wasser, Heizung), Materialkosten, betrieblich bedingte Versicherungen, Kosten Steuerberatung
  • Nicht zu berücksichtigen sind: u.a. Personalkosten, Sondertilgungen, Umsatzsteuer, Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer usw. und Investitionen.
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