24.06.2020

„Die Herkulesaufgabe haben wir geschafft!“

In der wohl schwersten Krise, durch die die Thüringer Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten gegangen ist, hat die Thüringer Aufbaubank (TAB) kleine Finanzpolster verteilen können. Genau genommen waren es über 300 Millionen Euro mit 70.000 Anträgen, die in nur zehn Wochen bearbeitet worden sind. 

„Noch nie hat die Thüringer Aufbaubank so viel und so schnell Geld ausgezahlt“, betont der Vorstandsvorsitzende Matthias Wierlacher. „Aber die Herkulesaufgabe haben wir gemeinsam geschafft“. Mit gemeinsam meint er seine Mannschaft, die freiwillig die Wochenenden und Feiertage zu Arbeitstagen erklärt hat, aber auch die Thüringer Kammern. Das Ergebnis lässt sich sehen: Thüringen ist hinter Sachsen auf Platz zwei, wenn es um die Geschwindigkeit der Antragsbearbeitung geht. "Nicht ganz", korrigiert der Banker, „denn unsere Kolleginnen und Kollegen der Sächsischen Aufbaubank müssen jetzt alle Anträge im Nachhinein prüfen. Wir sind damit fertig.“ viele Unternehmen oder Soloselbstständige ging die Soforthilfe nicht schnell genug. „Verständlich“, weiß Matthias Wierlacher, denn die Corona-Pandemie beeinträchtige nicht nur unser soziales Umfeld in besonderer Weise, sondern begrenze die für uns alle ebenfalls so wichtigen wirtschaftlichen Aktivitäten erheblich. In dieser unsicheren Situation musste man aber nicht nur ein Stückchen Hoffnung geben, sondern auch Verlässlichkeit. Das Geld durfte schließlich nur dort ankommen, wo es hingehört. Dabei möchte er nicht mit dem Finger auf andere Bundesländer zeigen, wenn er von den vielen Betrugsversuchen spricht, sondern eher betonen, auf etablierten Prozessen und Prüfungen zu bestehen und von diesen auch nicht abzurücken, wenn der Druck von außen auch zeitweise sehr hoch war.

Das war auch ein Grund, warum die TAB ein Meinungs- und Forschungsinstitut aus Weimar beauftragte, die Unternehmerinnen und Unternehmer zu befragen, wie nach deren Einschätzung die Soforthilfe funktionieren sollte. Das Ergebnis fiel selbst für Matthias Wierlacher und seinem Team mehr als positiv aus (siehe Infodaten unten). Die Umfrageergebnisse waren allerdings wieder ein Turbo für die gesamte TAB, auf den letzten Metern des Marathons noch mal richtig Gas zu geben und sich für die nächsten Rennstrecken zu erwärmen. Denn das auf Bundesebene beschlossene Konjunkturpaket mit fast 60 Maßnahmen muss auch ab Juli gemeinsam umgesetzt und genauso erfolgreich werden, um das Verbraucher vertrauen wieder zu stärken und gezielte Anreize für einen schnellen Neustart der Wirtschaft zu geben.

  • 67 Prozent haben den Aufwand für den Antrag als unerwartet gering eingeschätzt.
  • 84 Prozent empfanden die Reaktionszeit als angemessen. Davon ein Drittel als unerwartet kurz.
  • 20 Prozent sagten, dass durch die Soforthilfe eine drohende Insolvenz abgewendet werden konnte. Etwa 50 Prozent können die Folgen der Pandemie allerdings aktuell noch nicht einschätzen.
  • 66 Prozent gaben an, das angewendete Prüfverfahren zu befürworten. Etwa ein Drittel hätte es bevorzugt, wenn erst bewilligt und dann geprüft worden wäre.
  • 61 Prozent meinten, dass durch die Soforthilfen die wirtschaftlichen Schäden durch die Folgen der Corona-Pandemie abgemildert wurden.

Quelle: aproxima Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung Weimar mbH

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