LFE - Förderung der Zusammenarbeit in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in Thüringen

Hinweis

Die geänderte Förderrichtlinie des Thüringer Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) ist am 03.01.2018 in Kraft getreten.

Zur Feststellung des innovativen Charakters von Projekten der Teilmaßnahme A ist die durch mindestens zwei Kooperationspartner rechtsverbindlich unterzeichnete Projektbeschreibung bis zum 31.01.2018 bei der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL), Naumburger Str. 98 in 07743 Jena einzureichen.

Der nächste Stichtag zur Einreichung der Förderanträge für Projekte der Teilmaßnahme A bis F bei der Thüringer Aufbaubank ist der 30.06.2018.

Bei Fragen zur Teilmaßnahme A steht Ihnen auch der Innovationsdienstleiste der TLL Jena (ldl-thueringen@tll-thueringen.de) zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass folgende Formulare geändert wurden und für die Abrechnung ab Januar 2018 zwingend zu verwenden sind:
Anlage 1
Anlage 1a
Anlage 3
Personalausgaben Jahressonderzahlung
Personalausgaben unterhalb der Bagatellgrenze


Was wird gefördert

ELER-Logo
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft
Gefördert wird:

  • die Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren aus und zwischen den Bereichen Land-, Forst- und/oder Ernährungswirtschaft sowie anderen Akteuren im ländlichen Raum,
  • die Schaffung von neuen Clustern und Netzwerken und
  • die Tätigkeit von operationellen Gruppen der Europäischen Innovationspartnerschaften „Landwirt­schaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP)
Soweit dies mindestens einem der folgenden Zwecke dient:

  • gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung von Projekten und Strategien,
  • Austausch von Fachkenntnissen und Fachwissen,
  • Organisation von gemeinsamen Arbeitsabläufen oder Nutzungen von Anlagen oder Ressourcen,
  • Absatzförderung im lokalen Rahmen,
  • Entwicklung, Testung und Praxiseinführung von neuen Produkten, Verfahren und Technolo­gien oder
  • Verbreitung von innovativen Verfahren, Prozessen oder Erzeugnissen bei Anwendern und Ver­brauchern.
Ziele des Programms:

  • Steigerung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Unternehmen durch verbesserten Wissens- und Technologietransfer zwischen unterschiedlichen Wirtschaftsbeteiligten der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft
  • nachhaltige Stärkung der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum
Zuwendungsfähig sind:

  • Ausgaben, die direkt und ausschließlich mit der Organisation und Durch­führung des geförderten Projektes in Verbindung stehen, z.B. Personal­ausgaben für Projektleiter und -mitarbeiter, Sachausgaben, Reisekosten, sonstige Mieten (außer für Büro- und Gebäude), externe Dienstleistungen, Ausgaben der Öffentlichkeitsarbeit (siehe Förderrichtlinie Punkt 4.4.3.1 der Teilmaßnahme A bis F).
  • Indirekte projektbezogene Ausgaben in Höhe einer Pauschale von 15 % der direkten Personalausgaben. Indirekte projektbezogene Ausgaben sind Ausgaben, bei denen der konkrete Anteil am Betrag für das Projekt nicht einfach zu ermitteln ist. Sie sind in der Regel nur anteilig dem Projekt zuordenbar. Zu diesen Ausgaben zählen u. a. Raumausgaben, Büro- und Geschäftsausgaben (auch Ausstattung), IT-Ausgaben, allgemeine Verwaltungsausgaben und Ausgaben für geringwertige Wirtschaftsgüter (siehe Förderrichtlinie Punkt 4.4.3.2 der Teilmaßnahme A bis F).
  • Ausgaben für Investitionen, soweit sie für das Projekt unmittelbar und ausschließlich notwendig sind. Dazu zählen:
    • Ausgaben für die Anschaffung oder das Leasing (lineares Leasing) von Maschinen, Ausrüstungen, Geräten, Technologieobjekten und
    • Ausgaben für bauliche Vorhaben, soweit sie in der Projektlaufzeit ausschließlich auf das Förderprojekt bezogen sind
    (siehe Förderrichtlinie Punkt 4.4.3.3 der Teilmaßnahme A).



Förderschwerpunkte der Richtlinie

Es können Zuwendungen zur Unterstützung der Zusammenarbeit (Kooperationen zur Erarbeitung und Umsetzung von Projekten und Strategien sowie die Schaffung von neuen Clustern und Netzwerken) in sechs Teilbereichen zwischen unterschiedlichen Wirtschaftsbeteiligten der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft gewährt werden.

  • Teil A - Tätigkeit von operationellen Gruppen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ – EPLR-Maßnahme M 16.1 Achtung!!!: Vor Einreichung des Antrags bei der Bewilligungsstelle ist die Beteiligung des Innovationsausschusses erforderlich!!!
  • Teil B - Zusammenarbeit kleiner Wirtschaftsteilnehmer – EPLR-Maßnahme M 16.3
  • Teil C - Zusammenarbeit zur Schaffung und Entwicklung kurzer Versorgungsketten und lokaler Märkte – EPLR-Maßnahme M 16.4
  • Teil D - Gemeinsames Handeln im Hinblick auf Klimawandel, Umweltprojekte, ökologische Verfahren – EPLR-Maßnahme M 16.5
  • Teil E - Zusammenarbeit zur nachhaltigen Bereitstellung von Biomasse – EPLR-Maßnahme M 16.6
  • Teil F - Diversifizierung landwirtschaftlicher Tätigkeiten in sozialen Bereichen– EPLR-Maßnahme M 16. 9
Die Antragstellung erfolgt eigenständig für jede Teilmaßnahme.

Vorhabensauswahl
Alle bis zum Antragsstichtag vorliegenden Projektanträge werden, nach Feststellung der Förderfähigkeit, anhand der von der Verwaltungsbehörde festgelegten Auswahlkriterien mit einem Punktesystem bewertet und in eine Rangfolge gebracht.
Die Bewertung der einzelnen Kriterien erfolgt unter Berücksichtigung der Zielstellungen des EPLR. Besonders umweltfreundliche Vorhaben werden durch spezielle Kriterien vorrangig bewertet.
Bei der Vorhabensauswahl können nur vollständige und bewilligungsreife Anträge berücksichtigt werden.

Für eine Bewilligung kommen nur Projektanträge in Frage, die die Mindestpunktzahl (Förderschwelle) von 30 erreichen.
Die Bewilligung erfolgt im Rahmen des bekanntgegebenen Budgets entsprechend der Rangfolge der Projektanträge.

Wichtiger Hinweis für Baumaßnahmen, die ausschließlich in der Teilmaßnahme A förderfähig sind:
Bei genehmigungspflichtigen Baumaßnahmen sind die erforderlichen Genehmigungen grundsätzlich Bestandteil der Antragsunterlagen. Bitte beachten Sie hierzu die entsprechenden Anforderungen.

Ansprechpartner
Thüringer Aufbaubank - Abt. Agrarförderung
Bärbel Beetz und Team
Email: baerbel.beetz@aufbaubank.de Tel. 0361/7447-181

Bewilligungsstelle, bei der die Förderanträge einzureichen sind
Thüringer Aufbaubank
Bereich Agrarförderung, Infrastruktur, Umwelt
Abteilung Agrarförderung
Gorkistr. 9
99084 Erfurt

Rechtsgrundlagen
Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum des Freistaates Thüringen (EPLR) in der Förderperiode 2014 bis 2020, genehmigt von der Europäischen Kommission am 26.05.2015
https://www.thueringen.de/th9/
Richtlinie des TMIL zur Förderung der Zusammenarbeit in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft

Höhe des Budgets für Bewilligungen im Jahr 2018:
(Stand: Vorausschau 2018)
ELER Unterpriorität Art. 5 der VO (EU) 1305/2013

2a

3a

4 a bis 4c

6a

gesamt

Im EPLR 2014-2020 geplantes Zuschussvolumen [€]

4.919.999

2.733.333

2.733.333

546.666

10.933.331

Bewilligungsrahmen 2018 [€]





1.500.000

Wer wird gefördert

Gefördert werden:

  • Operationelle Gruppen (OG) der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) „Landwirt­schaftliche Produk­tivität und Nachhal­tigkeit“ gemäß Art. 56 der VO (EU) Nr. 1305/2013 (Teil A) und
  • Sonstige Kooperationen mit mindestens zwei Wirtschafts- und/oder Wissen­schaftspartnern, in denen mindestens ein aktiver Landwirtschaftsbetrieb bzw. Waldbesitzer bzw. forstlicher Zusammenschluss oder deren berufsständige Vertretung mit direktem Bezug zur praktischen Landwirtschaft oder eine Be­ratungsorganisation mitwirkt (Teil B – F)
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

  • Das geförderte Pro­jekt muss in Thürin­gen durch­geführt werden.
  • Das geförderte Pro­jekt muss der Land-, Forst- und/oder Er­näh­rungswirtschaft dienen und den in der Förderrichtlinie unter Zuwendungsvoraussetzungen genannten Zielen/Zwecken zugeord­net werden kön­nen.
  • Die Operationellen Gruppen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirt­schaftliche Produk­tivität und Nachhal­tigkeit“ sind verpflichtet, die Ergebnisse ihrer Kooperation über das EIP-Netzwerk zu veröffentlichen.
Die Zusammenarbeit der Kooperationspartner ist durch eine Kooperationsver­einbarung geregelt.

Wie viel wird gefördert

Die zuwendungsfähigen Ausgaben werden anteilig mit einem Zuschuss gefördert für:

Tätigkeit operationeller Gruppen der EIP (Innovationsprojekte)

80 % der Ausgaben der Zusammenarbeit und

60 % der Ausgaben für Investitionen

für die Laufzeit des Projekts, längstens jedoch für drei Jahre.

Zuwendungsfähige Ausgaben für Investitionen werden grundsätzlich nur bis zu einem Gesamtwert von maximal 300.000 EUR bezuschusst. Bei Vorhaben mit besonderem landespolitischem Interesse gilt diese Obergrenze nicht.

Projektorientierte Zusammenarbeit

80 % der Ausgaben der Zusammenarbeit für die Laufzeit des Projekts, längs­tens jedoch für drei Jahre.


Schaffung neuer Cluster und Netzwerke

80 % der Ausgaben der Zusammenarbeit im ersten Jahr

75 % der Ausgaben der Zusammenarbeit im zweiten Jahr

70 % der Ausgaben der Zusammenarbeit im dritten Jahr

In Aus­nahme­fällen kann eine Verlänge­rung der An­schubfinanzie­rung um weitere zwei Jahre bean­tragt werden. Die Höhe des Zuschusses beträgt dann:

60 % der Ausgaben der Zusammenarbeit im vierten Jahr

50 % der Ausgaben der Zusammenarbeit im fünften Jahr

Beziehen sich die Projekte nicht auf die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von im Anhang I des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union aufgeführten Erzeugnissen gelten abweichende Beihilferegelungen. Die Details finden Sie in der Förderrichtlinie.



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