ILU - Investitionsförderung landwirtschaftlicher Unternehmen in Thüringen

Hinweis

Neue Stichtage zur Einreichung von Förderanträgen:

31.12.2017 und 30.06.2018 für Teil C Öko-Invest
31.01.2018 und 31.07.2018 für Teil A, B und D


Neu:

Maßgebliche Änderungen, die mit dem 2. Änderungsantrag an die Europäische Kommission zur Genehmigung weitergeleitet wurden und ab 2018 gelten sollen:


I. Größenabhängige Förderbeschränkungen im Teil A (AFP) und C (ÖkoInvest)

Zukünftig erfolgt eine größenabhängige Beschränkung der Stallbauförderung. Damit ist der Neubau von Ställen (=neue Anlage/Stall mit neuer Tierart im Betrieb oder mit zusätzlichen Haltungskapazitäten an einem neuen Standort) nicht mehr förderfähig, wenn am Anlagenstandort im Sinne BImSchG folgende Tierplatzkapazitäten überschritten werden

15.000 Legehennen,
30.000 Junghühner,
30.000 Mastgeflügelplätze,
15.000 Truthühner,
600 Milchkühe,
600 Mastrinder,
3.000 Mastschweine,
900 Sauen,
9.000 Aufzuchtferkel (Ferkel in Sauenanlagen bleiben grundsätzlich unberücksichtigt).

Diese Schwellenwerte werden bezogen auf die jeweilige Tierart angewandt und in gemischten Anlagen nicht kumuliert.

Oberhalb der genannten Schwellenwerte werden neben dem Neubau auch Stallbauinvestitionen mit einer Tierbestandserweiterung von > 10 % nicht mehr gefördert. Dies betrifft sowohl Kapazitätserweiterungen bezogen auf die genannten Tierarten am Anlagenstandort und Ersatzbauten für bestehende betriebliche Tierplatzkapazitäten. Ersatzbauten sollen grundsätzlich auf vorhandenen Standorten erfolgen, d.h. auf der „grünen Wiese“ sind sie nur dann förderfähig, wenn plausibel dargelegt wird, dass kein geeigneter Betriebsstandort oder andere geeignete Standorte mit Versiegelung (insb. Altstandorte) zur Verfügung stehen.

Modernisierungen sind weiterhin ohne Einschränkung förderfähig.


II. Erweiterung des Förderspektrums und verbesserte Förderkonditionen:

Bei den Kleinen Investitionen sind zukünftig auch Kleinstunternehmen mit Rinder-, Schweine- und Geflügelhaltung förderfähig. Der Fördersatz wird von 20 % auf 30 % erhöht.

Die geplanten Änderungen sind mit der Genehmigung des EPLR anzuwenden. Antragsteller können davon ausgehen, dass beantragte Investitionsvorhaben, die zu den beiden Antragsstichtagen 31.12.2017 bzw. 31.01.2018 eingereicht werden, auf der Basis der eingereichten EPLR-Änderungen beurteilt und beschieden werden. Dagegen sind alle bereits bewilligten Förderungen aus vorangegangenen Antragsverfahren von der neuen größenabhängigen Förderbeschränkung nicht betroffen.

Bitte beachten Sie weitere Informationen zu den zur Verfügung stehenden Fördermittelbudgets, den vorgesehenen Änderungen sowie Anpassungen von Antragsunterlagen, die hier in Kürze veröffentlicht werden.


Für die Einreichung von Förderanträgen gilt der Portal- bzw. Posteingang in der Bewilligungsstelle.

Bitte beachten Sie die in der Entscheidungsmatrix zu Bau- und BImSch-Genehmigungen genannten Fristen über die Bestätigung der Vollständigkeit der Unterlagen durch die Genehmigungsbehörde für das Antragsverfahren.

Stellen Sie Ihre Anträge online und nutzen Sie hierfür unser Online-Portal! Sie sparen Zeit und können sich jederzeit über den aktuellen Stand Ihres Fördervorhabens informieren. Durch die Portalnutzung wird neben der Bearbeitung Ihrer Abrufanträge und des Verwendungsnachweises auch die Kommunikation mit der Thüringer Aufbaubank für Sie wesentlich komfortabler.



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Was wird gefördert

ELER-Logo
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft




Förderschwerpunkte der Richtlinie undZielstellungen:



Förderung von Investitionen

      • zur Erzeugung, Verarbeitung und Direktvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse (Teil A,B und C) bzw.
      • zur Schaffung von zusätzlichen außerlandwirtschaftlichen Einkommensquellen im ländlichen Raum (Teil D)
in landwirtschaftlichen Unternehmen, die nicht größer als KMU sind.

    • Teil A - Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP)
- Ziel: Unterstützung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, besonders umweltschonenden, besonders tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft

Wichtig:

In allen Vorhaben ist die Erfüllung besonderer Anforderungen nachzuweisen:

- zum Zeitpunkt der Antragstellung oder nach Abschluss der Investition in mindestens einem der Bereiche Verbraucher-, Umwelt- oder Klimaschutz

und zusätzlich

- generell im Fall von Stallbauinvestitionen im Bereich Tierschutz entsprechend der Vorgaben der Anlage 1 A (Basisförderung) oder B (Premiumförderung) während der Zweckbindungsfrist

Nähere Ausführungen zu zuwendungsfähigen Tierarten und Haltungsanforderungen sind den tierartspezifischen Anlagen 8 zum Förderantrag zu entnehmen.

Abweichend von Teil A Nr. 2.4.4 der Förderrichtlinie ILU kann ab sofort auch beantragt werden:
Der Kauf von neuen Maschinen und Geräten der Außenwirtschaft, die zu einer deutlichen Minderung von Emissionen bei der Ausbringung flüssiger Wirtschaftsdünger oder zu einer deutlichen Minderung von Umweltbelastungen bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln führen (Hinweisblatt zur Anschaffung von Maschinen und Geräten).

    • Teil B - Förderung von kleinen Investitionen spezifischer landwirtschaftlicher Produktionsrichtungen (in Kleinstunternehmen der Imkerei, des Gartenbaus, der Schaf- und Ziegenhaltung, der Gehegewildhaltung)
- Ziel: Verbesserung der betrieblichen Effizienz von Kleinstunternehmen spezifischer landwirtschaftlicher Produktionsrichtungen

    • Teil C - Investitionen zur Unterstützung des Ökologischen Landbaus ( ÖkoInvest)
- Ziel: Erhöhung des Anteils ökologisch wirtschaftender landwirtschaftlicher Unternehmen

Förderfähig sind landwirtschaftliche Unternehmen, mit gesamtbetrieblicher Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise.

    • Teil D - Investitionen zur Diversifizierung (DIV) hin zu nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten
- Ziel: Erhaltung der Wirtschaftskraft des ländlichen Raumes durch Schaffung zusätzlicher außerlandwirtschaftlicher Einkommensquellen



Höhe des Budgets für Bewilligungen im Jahr 2018:
(Stand: Vorausschau 2018)

Bewilligungs-
rahmen [€]
Teil A

Teil B

Teil C

Teil D

gesamt

31.12.2017
31.01.2018

12,8 Mio. €

55 T€

1,1 Mio. 1,6 Mio. €

15,5 Mio. €

30.06.2018
31.07.2018

Restmittel

Restmittel

Restmittel
Restmittel






Vorhabensauswahl:

Die Vorhabensauswahl erfolgt nach Artikel 49 VO (EU) Nr. 1305/2015 für die Teilmaßnahmen lt. EPLR auf Basis von der Verwaltungsbehörde nach Anhörung des ELER-Begleitausschusses festgelegter Auswahlkriterien.

Alle bis zum Antragsstichtag vorliegenden Projektanträge werden, nach Feststellung der Förderfähigkeit, anhand der Auswahlkriterien mit einem Punktesystem bewertet und in eine Rangfolge gebracht .

Antragstellung und Vorhabensauswahl erfolgen eigenständig für jede Teilmaßnahme jeweils nach folgenden Grundsätzen. Die Auswahlkriterien sind in Kategorien gegliedert, wobei nach

- dem Kreis der Zuwendungsempfänger,

- dem Charakter der Investition und

- bei Teil A bis C den Beiträgen der Investition zum Verbraucherschutz, zum Umwelt- und Klimaschutz

- bei Teil A den ergänzenden Beiträgen zum Tierwohl

- bei Teil D den Beiträgen zu sonstigen Kriterien

unterschieden wird.

Projektanträge können nur in die Vorhabensauswahl teilnehmen, wenn sie die Förderschwelle (Mindestpunktzahl) erreichen. Hierzu sind mindestens zwei Auswahlkriterien bzw. deren Untersetzungen zu erfüllen. Die Bewilligung erfolgt im Rahmen des bekanntgegebenen Budgets entsprechend der Rangfolge der Projektanträge.

Ein Wechsel zwischen den Teilmaßnahmen ist nicht möglich. Nach Ablehnung oder Zurücknahme eines Antrages ist jedoch eine erneute Antragstellung im nächsten Antragsverfahren - ggf. mit Modifikation des Antrages oder ergänzender Vorlage von Nachweisen - möglich.

Wichtige Hinweise:

Ergänzende Erläuterungen zur Förderrichtlinie finden sich im Leitfaden zur Förderrichtlinie ILU , der als ‚living paper‘ - auch während eines Antragsverfahrens - nachvollziehbar ergänzt und fortgeschrieben wird.

Genehmigungen

Bei genehmigungspflichtigen Baumaßnahmen sind die für die Investition erforderlichen Genehmigungen grundsätzlich Bestandteil der Antragsunterlagen. Bitte beachten Sie hierzu unsere Matrix mit den zugelassenen Ausnahmetatbeständen.

Prüfung der Kostenplausibilität

Für die Prüfung der Plausibilität und Angemessenheit der beantragten Ausgaben sind grundsätzlich nachfolgende Unterlagen einzureichen:

    • bei genehmigungsfreien Bauvorhaben: Vorlage einer Kostenberechnung nach DIN 276 oder Vorlage von drei vergleichbaren Kostenangeboten (außer für Planungsleistungen)
    • bei genehmigungspflichtigen Bauvorhaben: Vorlage einer durch einen Architekten bzw. Bauingenieur abgezeichneten Kostenberechnung nach DIN 276
    • bei ausschließlich Lieferleistungen: Vorlage von drei vergleichbaren Kostenangeboten
Weitere Hinweise finden Sie in unserem Merkblatt ILU zur Antragstellung.

Detaillierte Informationen zu Förderzweck, Zielgruppen und Förderhöhe sowie die Antragsunterlagen sind unter den einzelnen Programmteilen eingestellt. Hier steht ebenfalls das Online-Portal zur Verfügung.

Ansprechpartner
Thüringer Aufbaubank
Bereich Agrarförderung, Infrastruktur, Umwelt
Abteilung Agrarförderung
Gorkistr. 9
99084 Erfurt

Bärbel Beetz und Team
Email: baerbel.beetz@aufbaubank.de Tel. 0361/7447-181

Wichtige Links

EPLR
Lagerraumberechnung
BWA
Rating


Wer wird gefördert

    • Teil A - Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP)
    • Teil B - Förderung von kleinen Investitionen spezifischer landwirtschaftlicher Produktionsrichtungen (in Kleinstunternehmen des Gartenbaus, der Schaf- und Ziegenhaltung, der Gehegewildhaltung)
    • Teil C - Investitionen zur Unterstützung des Ökologischen Landbaus ( ÖkoInvest)
    • Teil D - Investitionen zur Diversifizierung (DIV) hin zu nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten

Wie viel wird gefördert

    • Teil A - Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP)
    • Teil B - Förderung von kleinen Investitionen spezifischer landwirtschaftlicher Produktionsrichtungen (in Kleinstunternehmen des Gartenbaus, der Schaf- und Ziegenhaltung, der Gehegewildhaltung)
    • Teil C - Investitionen zur Unterstützung des Ökologischen Landbaus ( ÖkoInvest)
    • Teil D - Investitionen zur Diversifizierung (DIV) hin zu nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten