Hochwasserhilfe Agrar 2013

Was wird gefördert

Die Soforthilfe Hochwasser Agrar 2013 wird mit sofortiger Wirkung durch die Wiederaufbauhilferichtlinie Landwirtschaft und Fischerei 2013 ergänzt. Gefördert werden Ausgaben zur Beseitigung von Schäden, die unmittelbar durch das Hochwasser vom 18. Mai bis zum 4. Juli 2013 verursacht wurden und nicht versichert waren.

Als Schäden gelten:

  • Einkommensverlust durch Schädigung/Verlust des Naturalertrags (Fischverluste)
  • Ausgaben für Reparaturen an Wirtschaftsgütern des Sachanlagevermögens
  • die Ersatzbeschaffung von Maschinen und Geräten bis zu 70 Prozent der Ausgaben (Beschaffung gleichartiger neuer Sachen)
  • die Wiederbeschaffung von Vorräten und Lagerbeständen sowie Fischen (Futter u.a.)
  • Wiederherstellungsaufwendungen incl. Aufräumarbeiten auf Produktions- und Gebäudeflächen
  • Nebenkosten der Schadensermittlung

Es können nur Nettokosten gefördert werden, wobei Skonti und Rabatte zwingend abzuziehen sind. Durchgeführte Eigenleistungen zur Beseitigung der Schäden können nicht berücksichtigt werden.

Wer wird gefördert

Landwirtschaftliche Unternehmen, Gartenbaubetriebe sowie Unternehmen der Aquakultur mit Sitz in Thüringen, unbeschadet der gewählten Rechtsform, die Kleinstunternehmen, kleine oder mittlere Unternehmen (KMU) sind.

Die landwirtschaftlichen Unternehmen und Gartenbaubetriebe können die notwendigen Antragsunterlagen sowie weitere Hinweise auf der Internetseite des TMLFUN abrufen. Die Anträge sind in den zuständigen Landwirtschaftsämtern bzw. der Lehr- und Versuchsanstalt Gartenbau Erfurt einzureichen.

Siehe auch:
http://www.thueringen.de/th8/tmlfun/aktuell/neues/73727/index.aspx

Die Unternehmen der Aquakultur finden den Antrag nebst Anlagen und Hinweisen am Ende dieser Seite und reichen Ihre Anträge in der TAB ein.

Wie viel wird gefördert

Es wird ein Zuschuss in Höhe von bis zu 80% des Schadens gewährt.

Der Gesamtschaden wird um Versicherungszahlungen, Spenden und Zuwendungen aus anderen Hilfsprogrammen, insbesondere die bereits gewährte Soforthilfe vermindert, wobei die Mindestschadenshöhe im Unternehmen 2.000 € betragen muss.

Die Bewilligung erfolgt

  • im Falle von Schäden an zum Betrieb gehörenden Gebäuden, Einrichtungen und Anlagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten sowie am Tierbestand auf der Grundlage von eingereichten Rechnungen, Gutachten eines öffentlich bestellten Sachverständigen oder Kostenvoranschlägen (Pkt. 2.2 -2.6 im Antrag),
  • im Falle von Schäden durch Verlust des Naturalertrages auf der Grundlage der mit dem Antrag eingereichten Schadensermittlung durch amtliche Feststellung oder Gutachten eines öffentlich bestellten Sachverständigen (Pkt. 2.1 im Antrag)

Die Auszahlung erfolgt nach Vorlage eines bestandskräftigen Zuwendungsbescheides, wenn mit der Antragstellung bereits die erforderlichen Nachweise der tatsächlichen Schadenshöhe eingereicht wurden.

Der Nachweis für die tatsächliche Schadenshöhe liegt dann vor, wenn der Schaden (nach 2.1) abschließend festgestellt wurde (durch LwÄ/LVG oder Gutachter) bzw. mit Rechnungen, Zahlungs- oder anderen Belegen (nach 2.2 – 2.6) dokumentiert wurde.

Für den vorläufig kalkulierten Schaden (ebenfalls durch LwÄ/LVG oder Gutachter) kann eine sofortige Abschlagszahlung erfolgen.

Der verbleibende Zuschuss kann bis zum 28.02.2014 mit dem entsprechenden Formular abgerufen werden.

Dem Abruf sind für die Schäden nach 2.2 bis 2.6 die Rechnungen im Original beizufügen. Zu dem tatsächlich eingetretenen Schaden nach 2.1 ist im Abruf die entsprechende Erklärung zu berücksichtigen.

Der Abrufantrag wird demnächst auf der Seite zur Verfügung gestellt.