Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW)

Was wird gefördert

Leicht erklärt - die GRW Förderung!



Gegenstand der Förderung

  • Errichtung einer neuen Betriebsstätte
  • Ausbau der Kapazitäten einer bestehenden Betriebsstätte (nur bei KMU)
  • Diversifizierung der Produktion einer bestehenden Betriebsstätte durch vorher dort nicht hergestellte Produkte (nur bei KMU)
  • Grundlegende Änderung des gesamten Produktionsprozesses einer bestehenden Betriebsstätte (nur bei KMU)
  • Diversifizierung der Tätigkeit einer Betriebsstätte, sofern die neue Tätigkeit nicht dieselbe oder eine ähnliche Tätigkeit wie die früher in der Betriebsstätte ausgeübte Tätigkeit ist
  • Erwerb der Vermögenswerte einer Betriebsstätte, die geschlossen wurde oder ohne diesen Erwerb geschlossen worden wäre
  • Investitionen, die das Unternehmen in die Lage versetzen, über die nationalen und Unionsnormen für den Umweltschutz hinauszugehen oder bei Fehlen solcher Normen den Umweltschutz zu verbessern (Umweltschutzbeihilfen; nur bei Großunternehmen)
  • Bauinvestitionen zur Errichtung und zum Aufbau von Forschungsinfrastrukturen auf der Grundlage von Artikel 26 der AGVO bzw.
    bauliche Investitionen und Investitionen in die Erstausstattung als Unternehmen, wenn die Regelungen zur Förderung von Forschungsinfrastrukturen auf der Grundlage von Artikel 26 der AGVO nicht in Frage kommt.



Unser Tipp!

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Förderfähige Kosten bei sachkapitalbezogenen Zuschüssen


Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der zum Investitionsvorhaben zählenden, von Dritten erworbenen, im abnutzbaren Anlagevermögen aktivierungspflichtigen Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens (Verbundene oder sonst wirtschaftlich, rechtlich oder personell verflochtene Unternehmen gelten nicht als Dritte im Sinne dieser Richtlinie). Anschaffungskosten von geleasten und gemieteten Wirtschaftsgütern unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Anschaffungskosten von abschreibungsfähigen und aktivierungspflichtigen immateriellen Wirtschaftsgütern sind bis zu einer Höhe von 50 % der gesamten förderfähigen Kosten förderfähig, wenn diese von dritten zum Marktpreis erworben und ausschließlich innerhalb der Betriebsstätte, die den Zuschuss erhält, genutzt werden. Immaterielle Wirtschaftsgüter sind Patente, Betriebslizenzen oder patentierte technische Kenntnisse sowie nicht patentierte technische Kenntnisse.

Im Fall von Umweltschutzbeihilfen sind die im Rahmen der Verbesserung des Umweltschutzes entstandenen Kosten bzw. die Mehrkosten des Investitionsvorhabens mit der Maßgabe förderfähig, dass das Umweltschutzniveau der Unionsnormen und der nationalen Normen zu übertreffen ist.

Je geschaffenem Dauerarbeitsplatz sind Investitionskosten in Höhe von 750.000 EUR sowie je gesichertem Dauerarbeitsplatz in Höhe von 500.000 EUR förderfähig.


Es werden nur Nettobeträge gefördert.

Nicht förderfähige Kosten

  • Erwerb von Grundstücken
  • Investitionen, die der Ersatzbeschaffung dienen
  • gebrauchte Wirtschaftsgüter, es sei denn, es handelt sich um den Erwerb einer stillgelegten bzw. von Stilllegung bedrohten Betriebsstätte (die Regelungen des Koordinierungsrahmens sind anzuwenden)
  • Wirtschaftsgüter, die nach Anschaffung und Herstellung wieder verkauft und über Leasing oder Miete zurück geleast oder gemietet werden
  • gezahlte Baukostenzuschüsse
  • Gebühren aller Art
  • PKW, Kombifahrzeuge, LKW, Omnibusse, Luftfahrzeuge, Schiffe und Schienenfahrzeuge sowie sonstige Fahrzeuge, die im Straßenverkehr zugelassen sind und primär dem Transport dienen
  • geringwertige Wirtschaftsgüter nach § 4 Abs. 3 EStG sowie Wirtschaftsgüter, die nach § 6 Abs. 2a EStG im "Pool" aktiviert werden
  • Wirtschaftsgüter, deren Anschaffung und Herstellung zur Durchführung des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes am Investitionsort nicht erforderlich sind (z.B. Kunstgegenstände, Richtfeste, etc.)
  • Eigenleistungen
  • Finanzierungen aller Art
  • Versicherungen
  • Umsatzsteuer
  • in Rechnungen ausgewiesene Skonti und Rabatte, unabhängig von ihrer Inanspruchnahme
  • Wirtschaftsgüter, deren Anschaffung und Herstellung mit einer Rechnung unterlegt ist, die einen Rechnungsbetrag in Summe von 1.000 € (netto) nicht übersteigt.
  • sämtliche der Stromerzeugung dienende Anlagen, bei denen es sich nicht um eine Demonstrationsanlage handelt, die auf einer in der Betriebsstätte neu entwickelten Technologie basiert



Förderfähige Kosten bei lohnkostenbezogenen Zuschüssen

Die zu fördernden Dauerarbeitsplätze müssen an ein Investitionsvorhaben nach Ziffer 3.1.1 der Richtlinie gebunden sein. Eine solche Bindung liegt vor, wenn die zu fördernden Dauerarbeitsplätze Tätigkeiten betreffen, auf die sich die Investition bezieht und wenn diese Arbeitsplätze innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren nach Vorhabensbeginn geschaffen werden.

Die Jahresbruttolohnsumme der zu fördernden Dauerarbeitsplätze muss mindestens 35.000 Euro und maximal 80.000 Euro (einschließlich Anteil des Arbeitgebers an den gesetzlichen Sozialabgaben), ausgehend von einer Vollzeitstelle, betragen. Bemessungsgrundlage ist der Bruttoverdienst (vor Steuern) und die gesetzlichen Sozialabgaben für diese Arbeitskräfte für zwei Jahre, jedoch nicht länger als bis zum Ende des dritten Jahres nach Vorhabensbeginn. Die Gehälter und Vergütungen für Geschäftsführer, geschäftsführende Gesellschafter, Vorstände und Auszubildende sind nicht förderfähig.


Unser Tipp:

Stellen Sie Ihre Anträge online und nutzen Sie hierfür unser Online-Portal! Sie sparen Zeit und können sich jederzeit über den aktuellen Stand Ihres Förderantrages informieren. Sie können auch Abrufanträge für Fördergelder bearbeiten und verwalten. Bitte beachten Sie, dass eine Bearbeitung des Portal-Abrufes erst erfolgen kann, wenn der Abrufantrag mit den erforderlichen Unterschriften im Original vorliegt. Zum Portal

Wer wird gefördert

Betriebsstätten des produzierenden Gewerbes sowie bestimmte Dienstleister, deren Umsatz überwiegend (zu mehr als 50%) aus der Tätigkeit gemäß Positivliste (siehe Anlage I der GRW-Richtlinie) erzielt wird oder deren überregionaler Absatz im Einzelfall nachgewiesen wird.

Betriebsstätten zur Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln können nur dann gefördert werden, wenn die in der Betriebsstätte hergestellten Güter tatsächlich überwiegend überregional abgesetzt werden.

Der Aufbau und die Entwicklung von Kooperationsnetzwerken und Innovationsclustern kann gefördert werden, wenn der Freistaat Thüringen an der Realisierung ein erhebliches wirtschaftspolitisches Interesse hat. Für die Einstufung als Innovationscluster sind vom Zuwendungsempfänger besondere Kriterien zu erfüllen.

Gemeinnützige, wirtschaftsnahe, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Thüringen sind ebenfalls förderfähig.

Investitionsvorhaben in Betriebsstätten des Tourismusgewerbes können gefördert werden, wenn der Freistaat Thüringen an deren Verwirklichung ein erhebliches tourismuspolitisches Interesse hat.



Ausgeschlossen sind grundsätzlich:


  • Herstellung von Ersatzbrenn-, -heiz- und -kraftstoffen
  • Veranstaltung von Kongressen
  • Unternehmensberatung
  • Markt- und Meinungsforschung
  • Werbeagenturen
  • Großhandel mit Gebrauchtwaren sowie Altmaterialien und Reststoffen
  • Unternehmen mit mehr als 20 Prozent Leiharbeitern
  • Unternehmen, an denen die öffentliche Hand direkt oder indirekt zu 25 Prozent oder mehr beteiligt ist
des Weiteren:

  • Baugewerbe
  • Land- und Forstwirtschaft, Aquakultur und Fischerei, soweit nicht Betriebsstätten der Verarbeitung und Vermarktung
  • Eisen- und Stahlindustrie
  • Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden
  • Energie- und Wasserversorgung
  • Einzelhandel, soweit nicht Versandhandel
  • Transport- und Lagergewerbe
  • Krankenhäuser, Kliniken, Sanatorien o.ä.
  • Kunstfaserindustrie
  • Flughäfen
  • Unternehmen in Schwierigkeiten

Zuwendungsvoraussetzungen


Gefördert werden kann,
  • wenn entweder die Anzahl der zur Antragstellung bereits vorhandenen Dauerarbeitsplätze um mindestens 10% erhöht wird oder
  • wenn auf ein Jahr bezogene Gesamtinvestitionsbetrag den Durchschnitt der handelsrechtlich planmäßigen Abschreibungen in den letzten drei Geschäftsjahren um mindestens 50 % übersteigt. Zusätzlich muss eines der beiden folgenden Kriterien erfüllt sein:
    1. Die Summe der Reallöhne in der geförderten Betriebsstätte wird beibehalten. Diese Anforderung ist dann erfüllt, wenn die Lohnsumme aller betriebsangehörig, sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Überwachungszeitraum im Durchschnitt jährlich um 2 % steigt. Ausgangsbasis ist dabei die Lohnsumme der letzten vier Quartale vor Antragstellung.
    2. Es besteht ein Tarifvertrag im Sinne des Tarifvertragsgesetzes für die geförderte Betriebsstätte.

  • wenn der Antrag vor Beginn der Arbeiten bei der Thüringer Aufbaubank gestellt wurde
  • wenn das Unternehmen mehr als 50 % seines Umsatzes aus einer förderfähigen Tätigkeit erzielt
  • wenn die Finanzierung der Investitionsvorhaben gesichert ist (Vorlage einer vorbehaltlosen Durchfinanzierungsbestätigung)
  • wenn das Investitionsvolumen mindestens 100.000 EUR beträgt.

Im Rahmen der Förderung werden nur solche neu geschaffenen Arbeitsplätze berücksichtigt, die mit betriebsangehörig Beschäftigten besetzt sind, deren Jahresbruttolohn (ohne Arbeitgeberanteil an den Sozialbeiträgen) einen Betrag in Höhe von 28.000 EUR je Beschäftigten nicht unterschreitet (bei Tourismusprojekten 22.000 EUR).

Bei Investitionen im Rahmen der Diversifizierung der Produktion bzw. der Diversifizierung der Tätigkeit müssen die förderfähigen Kosten mindestens 200 Prozent über dem Buchwert liegen, der in dem Geschäftsjahr vor Beginn der Arbeiten für die wiederverwendeten Vermögenswerte verbucht wurde. Bei Maßnahmen zur grundlegenden Änderung des Produktionsprozesses müssen die förderfähigen Kosten höher sein als die in den drei vorangegangenen Geschäftsjahren erfolgten Abschreibungen für die mit der zu modernisierenden Tätigkeit verbundenen Vermögenswerte.


Als Beginn des Investitionsvorhabens ist der Beginn der Arbeiten zu verstehen. Beginn der Arbeiten für das Investitionsvorhaben ist entweder

a) der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages oder
b) der Beginn der Bauarbeiten für die Investition
oder
c) die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung von Ausrüstung
oder
d) eine andere Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht.

Der früheste der vorgenannten Zeitpunkte ist maßgebend. Der Kauf von Grundstücken und Vorarbeiten wie die Einholung von Genehmigungen und die Erstellung vorläufiger Durchführbarkeitsstudien gelten nicht als Beginn der Arbeiten für das Investitionsvorhaben. Bei Baumaßnahmen gelten Planung und Bodenuntersuchung nicht als Beginn des Vorhabens. Bei der Übernahme ist der Beginn der Arbeiten für das Investitionsvorhaben der Zeitpunkt des Erwerbs der unmittelbar mit der erworbenen Betriebsstätte verbundenen Vermögenswerte.

Antragsteller aus dem Bereich Tourismusgewerbe haben die Möglichkeit, ihr geplantes Vorhaben vor einer offiziellen Antragstellung dem Förderausschuss Tourismus vorzustellen. Wird das Vorhaben durch den Förderausschuss positiv bewertet und erfolgt die Antragstellung auf Fördermittel für dieses Vorhaben innerhalb von 12 Monaten, ist keine erneute Prüfung durch den Förderausschuss Tourismus erforderlich. Bitte nutzen Sie für die Darstellung Ihres Vorhabens die im Download verfügbaren "Hinweise zum Inhalt des Tourismuskonzeptes".

Antragsvoraussetzungen für wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen:
- die FuE auf wissenschaftlichen oder technischen Gebieten betreiben,
- die qualifizierte wissenschaftliche Mitarbeiter/innen beschäftigen,
- die vorrangig auf FuE-Leistungen für KMU ausgerichtet sind,
- deren FuE-Anteil mindestens 70 Prozent der Gesamtleistung beträgt und
- die keine institutionelle Förderung aus öffentlichen Haushalten erhalten.





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Wie viel wird gefördert

Maximale Subventionswerte:
Kleine Unternehmen
30 %
mittlere Unternehmen
20 %
große Unternehmen
10 %
Bemessungsgrundlage sind die nach der Richtlinie des Freistaats Thüringen förderfähigen Kosten.

Bei Investitionsvorhaben von großen Unternehmen in den Umweltschutz beträgt der Förderhöchstsatz 45 Prozent der förderfähigen Kosten (Mehrkosten bzw. Kosten zur Verbesserung des Umweltschutzes). Der Gesamtförderbetrag für das Investitionsvorhaben darf den fiktiven Förderbetrag nicht übersteigen, der sich mit dem o.g. maximalen Subventionswert für große Unternehmen für das gesamte Investitionsvorhaben ergäbe.

Bauinvestitionen zur Errichtung und zum Aufbau von Forschungsinfrastrukturen auf der Grundlage von Artikel 26 der AGVO:
Fördersatz: höchstens 50 % der förderfähigen Kosten

Bauliche Investitionen und Investitionen in die Erstausstattung als Unternehmen (Förderung nicht nach Artikel 26 der AGVO):
Fördersatz: entspricht den maximalen Subventionswerten für Unternehmen



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Verwendungsnachweis

Ergänzende Regelungen bei der Gewährung von Zuschüssen aus dem EFRE