10 Jahre Deutschlandstipendium

10 Jahre Deutschlandstipendium

Veronika Lell schreibt uns aus Nepal. Sie baut dort mit einem siebenköpfigen Team an einer „Community Lodge“ - einem sozialen Hotel, dessen Erträge in gemeinnützige Zwecke fließen. Die Gegend war 2015 von den schweren Erdbeben betroffen. Nun werden aus Trümmern Baumaterialien. Von den Erlösen des Hotels sollen Straßen und Wasserversorgung entstehen, außerdem Schulbücher gekauft und Lehrkräfte eingestellt werden. Veronika Lell kann diese ehrenamtliche Arbeit auch leisten, weil sie als Studentin der Bauhaus-Universität Weimar aktuell das Deutschlandstipendium erhält.

Portrait Veronika Lell

Diese Förderung erlaubt es mir, mein Studium auch in diesen schweren Zeiten weiterzuführen, ohne auf einen Nebenjob angewiesen zu sein und gleichzeitig meinen ehrenamtlichen Arbeiten nachzugehen.

– Veronika Lell, Studentin im Master Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar

10 Jahre gibt es das Deutschlandstipendium - die größte öffentlich-private Partnerschaft aus Bund, Hochschulen und privaten Stifter*innen. Die TAB ist seit 2012 dabei; 179 Studierende haben wir seither gefördert. Mit dieser Form des Stipendiums werden aber nicht nur leistungsstarke Persönlichkeiten ausgezeichnet. Berücksichtigt werden auch soziales Engagement oder die familiäre Situation. Das soll Chancengleichheit schaffen, unabhängig von Herkunft oder Fachrichtung.

Wie funktioniert das Deutschlandstipendium?

Studierende, die sich an ihrer Hochschule oder Universität für das Stipendium beworben haben und ausgewählt wurden, erhalten monatlich 300 Euro einkommensunabhängiges Fördergeld zusätzlich zum BaföG für mindestens zwei Semester. Die Hälfte dieser Summe kommt vom Bund, die andere Hälfte von privaten Stifter*innen wie der TAB. Im aktuellen Förderzeitraum fördern wir 15 Studierende der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität Erfurt, der Hochschule Nordhausen, der TU Ilmenau sowie der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena.

Eckhard Hassebrock - TAB Vorstand

Fördern ist in unsere DNA gestrickt. Es versteht sich daher von selbst, dass wir als Thüringer Förderbank nicht nur die Wirtschaft, Landwirtschaft und Kommunen unterstützen, sondern auch die Zukunftsmacher im Freistaat."

– Eckhard Hassebrock, Vorstand der Thüringer Aufbaubank

Auch Tim Häußler gehört im Studienjahr 2020/2021 zu "unseren" Deutschlandstipendiat*innen. Er studiert Wirtschaftsinformatik an der TU Ilmenau und strebt einen Bachelor-Studienabschluss an. Seit frühester Kindheit ist Tischtennis seine Leidenschaft und er engagiert sich ehrenamtlich in seinem Sportverein SV 1883 Schwarza.

Portrait Tim Häußler

Das Deutschlandstipendium ermöglicht es mir, mich auch in der derzeitigen Situation, die für mich unter anderem den Wegfall eines Nebenjobs bedeutet, auf meine persönlichen Ziele konzentrieren zu können. Es stellt für mich eine große Motivation dar, weiterhin engagierte Leistungen in meinem Studium an der TU Ilmenau zu erbringen. Vielen Dank für diese Unterstützung.

– Tim Häußler, Student Wirtschaftsinformatik an der TU Ilmenau

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