Elektromobilität Thüringen

Kleine und mittlere Unternehmen in Thüringen können Förderung erhalten für eigene elektrisch angetriebenen Fahrzeuge und die dazugehörigen Ladeinfrastruktur. Es sind Zuschüsse bis zu 75 Prozent der förderfähigen Ausgaben möglich (es gelten Maximalbeträge).

Förderprogrammdetails

Was wird gefördert

Ziel des Förderprogrammes ist es, vorrangig kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft zu motivieren, sich mit eigenen elektrisch angetriebenen Fahrzeugen und der dazugehörigen Ladeinfrastruktur an der Entwicklung nachhaltiger innovativer Mobilitätsmodelle und technischer Lösungen in Thüringen zu beteiligen.

Aus dem Förderprogramm sollen vorrangig Maßnahmen bzw. Kosten von beim Bund durch Thüringer Akteur*innen eingereichte Förderprojekten abgedeckt werden, die die entsprechenden Fördertatbestände des Bundes nicht erfüllen (z.B. die Beschaffung der Ladeinfrastruktur oder innovativer Energiespeichersysteme).

Zur Erfolgskontrolle des Förderprogramms müssen die Zuwendungsempfänger*innen projektbezogene Daten erfassen und der Bewilligungsbehörde bzw. der von ihr beauftragten Stelle zur Verfügung stellen.

Gefördert werden:

  1. Ausgaben für Kauf, Leasing, Miete und Installation von Ladesystemen für alternativ angetriebene Fahrzeuge (Energieentnahmestation) einschließlich innovativer Energiespeicher für erneuerbar erzeugte Energien
  2. Investitionen für elektrische Pufferspeicher, soweit diese in anerkannten Elektromobilitätsprojekten zur Stabilisierung der Netzspannung geeignet sind und ausschließlich mit erneuerbaren Energien gespeist werden
  3. Spezifische technische Ausrüstungen, soweit diese zusätzlich in die Fahrzeuge oder die Ladeinfrastruktur eingebaut werden und zur Erfüllung des Zuwendungszwecks notwendig sind
  4. Im Ausnahmefall können auch Personal- und Sachausgaben für sonstige Maßnahmen, z.B. Koordinierung für die Projektentwicklung bzw. für ein Netzwerkmanagement oder auch Ausgaben, die unmittelbar für die Erprobung neuer Geschäftsmodelle entstehen, gefördert werden.

Voraussetzungen:

  • Mit dem Vorhaben darf zum Zeitpunkt des Antragseingangs bei der Thüringer Aufbaubank noch nicht begonnen worden sein.
  • Förderfähig sind Maßnahmen, wenn sie in Zusammenhang mit in Thüringen durchgeführten und vom TMWWDG anerkannten Elektromobilitätsprojekten stehen werden. Die Thüringer Energie- und GREENTechAgentur GmbH (ThEGA GmbH) wird als fachliche Stelle an der Beurteilung der Förderwürdigkeit der Projekte beteiligt.
  • Zur Förderung von Ladeinfrastrukturen sind vorrangig Unternehmen und Einrichtungen antragsberechtigt, die sich mit eigenen alternativ angetriebenen Fahrzeugen an den Feldtests anerkannter FuE-Projekte beteiligen.
  • Die für die geförderten Energieentnahmeanlagen verwendeten Energieträger (Strom oder Wasserstoff) müssen emissionsfrei aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.
  • Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben müssen je nach Maßnahme mindestens 3.000 Euro betragen.

Wer wird gefördert

Antragsberechtigt sind Unternehmen und sonstige juristische Personen mit Betriebsstätte im Freistaat Thüringen sowie Thüringer Forschungseinrichtungen. 

Nicht gefördert werden:

  • Kommunale Unternehmen und Gebietskörperschaften
  • Unternehmen in Schwierigkeiten
  • Betriebe der Forst- und Fischereiwirtschaft und der Aquakultur sowie des Bergbaus
  • landwirtschaftliche Betriebe (Unternehmen, die in der Primärerzeugung der im Anhang I EG-Vertrag aufgeführten landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie z. B. Fleisch, Milch und Milchprodukte, Fisch, Obst, Gemüse und Blumen tätig sind)

Wie viel wird gefördert

Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.

Die dem Unternehmen/Unternehmensverbund ("ein einziges Unternehmen") gewährten De-minimis-Beihilfen dürfen den maximalen Gesamtbetrag von 200.000 Euro innerhalb des laufenden und der letzten zwei Kalenderjahre nicht übersteigen. Bei Unternehmen, die im Bereich des gewerblichen Straßengüterverkehrs tätig sind, beträgt der Höchstbetrag 100.000 Euro.

FördergegenstandFördersatz
Anschaffung und Installation von Ladeinfrastruktur:Zuschuss bis zu 75 % der Anschaffungsausgaben einschließlich der Installationsausgaben bis zur Inbetriebnahme, jedoch max. 15.000 EUR je Ladestation (Im Fall der sogenannten DC- bzw. Schnellladung einer Stromtankstelle bzw. für Anlagen zur Betankung von Wasserstoff max. 30.000 EUR)
Investitionen in elektrische Pufferspeicher:Zuschuss in Höhe von 500,00 EUR/kWh (Festbetrag), max. 75 % der Gesamt- einschließlich Netzanschlussausgaben
Ausgaben für spezifische technische Ausrüstungen bzw. Personal- und Sachausgaben für sonstige Maßnahmen:Zuschuss bis zu 75 % der Ausgaben an Unternehmen bzw. bis zu 100 % an Forschungseinrichtungen



Kundenbetreuung der Thüringer Aufbaubank (im Bild zu sehen ist das fünfköpfige Beratungsteam).
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