Förderung von Vorhaben der Abwasserentsorgung

Hinweis

Nach Aufnahme ins Förderprogramm ist der Antrag bis spätestens zum 31. Dezember des Vorjahres bei der Thüringer Aufbaubank zu stellen.

Stellen Sie Ihren Antrag bitte online. 

Mit dem Programm werden unter anderem Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände und viele weitere bei der Errichtung, Erweiterung und Nachrüstung von Abwasseranlagen für die öffentliche Entsorgung unterstützt. Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent.

    Förderprogrammdetails

    Was wird gefördert

    Zweck der Förderung ist die Errichtung, Erweiterung und Nachrüstung von Abwasseranlagen für die öffentliche Entsorgung.

    Förderfähig sind:

    Zuwendungsfähige Ausgaben eines Vorhabens sind die Ausgaben für Bauleistungen (inkl. Mehrwertsteuer) gemäß § 1 der VOB/A für abwassertechnische Anlagen am Investitionsstandort, die durch das Förderprogramm bestätigt wurden.

    Nach Vorlage der Ergebnisse des öffentlichen Ausschreibungsverfahrens wird geprüft, ob sich auf dieser Grundlage die zuwendungsfähigen Ausgaben ändern und somit die zu gewährende Zuwendung zu aktualisieren ist.

    Nicht förderfähig sind:

    • Ausgaben, die durch unzureichende Vorarbeiten, mangelhafte Planung, unrichtige Massenansätze, nicht fachgerechte Bauausführung, mangelhafte Unterhaltung sowie unzureichende oder mangelhafte Ausrüstung der Anlage entstehen
    • Ausgabenerhöhungen durch inhaltliche Änderungen von Leistungspositionen
    • Ausgaben für zusätzliche Leistungen, die nicht Bestandteil des Submissionsergebnisses sind
    • Ausgaben für Anlagen, die zeitlich und örtlich zusammen mit der Maßnahme durchgeführt werden, aber einem anderen Zweck dienen (z. B. Herstellung von Straßendecken, soweit sie über die Wiederherstellung des bisherigen Zustandes hinausgeht)
    • Ausgaben, die ein anderer als die*der Träger*in des Vorhabens zu tragen verpflichtet ist
    • Ausgaben für Haus- und Grundstücksanschlüsse im nichtöffentlichen Bereich sowie Hausanschlussschächte und Straßenentwässerungsanschlüsse
    • Ausgaben für Mischwasserkanäle
    • Ausgaben für die Unterhaltung und den Betrieb von Anlagen sowie für Eigenleistungen und eigene Materialbeschaffungen
    • Ausgaben für die Grundstücksbereitstellung, wie Erwerb und Freimachen der Grundstücke einschließlich Dienstbarkeiten oder Benutzungsentschädigungen, auch bei nur teil- oder zeitweiser Beanspruchung
    • Ausgaben für Verwaltungsgebäude, Bauhöfe, Dienstwohnungen, Garagen und vergleichbare Bauwerke
    • Umsatzsteuerbeträge, die die*der Zuwendungsempfänger*in als Vorsteuer abziehen kann;
    • Ausgaben für die Straßenentwässerung, daher werden pauschal beim Bau gemeinsam genutzter Anlagen
      • 5 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Kläranlagen einschließlich Zulauf nach dem letzten Entlastungsbauwerk der jeweiligen Ortslage
      • 25 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Anlagen zur Mischwasserbehandlung
      • 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für Regenwasserkanäle im Trennsystem
      von den zuwendungsfähigen Ausgaben abgezogen
    • Ausgaben für die Umverlegung von Versorgungsleitungen und für Auflagen aus Genehmigungen, die über das wasserwirtschaftlich Notwendige hinausgehen
    • Ausgaben für Abbruchleistungen, sofern sie nicht der unmittelbaren Baufreiheit dienen
    • Ausgaben für Provisorien
    • Ausgaben für die Auswechslung von Trinkwasserleitungen und Gewässerverrohrungen
    • Ausgaben für Stundenlohnarbeiten
    • Kapitalbeschaffungsausgaben, Steuern und sonstige Abgaben, Verwaltungsausgaben (Gebühren und Auslagen), Versicherungen, Abschreibungen, Ausgaben für Geschäftsbedarf
    • Leistungen für Erdarbeiten auf der Grundlage von Pauschalverträgen
    • Ausgaben für Architektur- und Ingenieur*innenleistungen
    • Baunebenkosten nach DIN 276;
    • Ausgaben für Lieferungen und Leistungen nach der Definition des § 1 VOL/A

    Wer wird gefördert

    Körperschaften des öffentlichen Rechts, insbesondere Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände, Wasser- und Bodenverbände, sowie sonstige juristische Personen des öffentlichen Rechts, die Träger*innen der Aufgabe der Abwasserentsorgung sind.

    Vor Antragstellung hat die Anmeldung zur Aufnahme in das Förderprogramm bis spätestens 15. Juni des Vorjahres bei der TLUBN zu erfolgen.

    Voraussetzung für die Anmeldung:

    • genaue Bezeichnung des Vorhabens
    • fachtechnisch prüffähige Genehmigungsplanung
    • Vorzugslösung nach Prüfung von Alternativen im Ergebnis einer dynamischen Kostenvergleichsrechnung nach KVR-Richtlinie
    • Kostenberechnung mit Ausweisung der zuwendungsfähigen Ausgaben
    • Begründung zur Notwendigkeit der Durchführung des Vorhabens im Programmjahr
    • Darstellung der Wirtschaftlichkeit des Vorhabens durch Wahl der kostengünstigsten Lösung aufgrund alternativer Vorschläge
    • alle erforderlichen wasser- bzw. baurechtlichen Gestattungen sowie die sonstigen rechtlichen Voraussetzungen für den Bau und Betrieb der Anlage

    Die TLUBN legt dem TMUEN die Vorschläge zur Aufnahme in das Förderprogramm bis zum 15. September für das Folgejahr vor. 

    Das Förderprogramm wird bis zum 1. November vom TMUEN aufgestellt. 

    Das TMUEN informiert die Antragsteller*innen über deren Einordnung in das Förderprogramm.

    Gefördert werden kann, wenn

    • ein erhebliches Landesinteresse an der Realisierung des Vorbens besteht
    • das Vorhaben Bestandteil des jährlich zu erstellenden Förderprogramms des TMUEN ist
    • die beantragten Vorhaben nicht bereits bei ihrer Errichtung bzw. Sanierung Zuwendungen erhalten haben
    • eine geprüfte abwassertechnische Gesamtkonzeption vorliegt, in die sich das zur Förderung beantragte Vorhaben einpasst
    • ein nach den Vorgaben des TMUEN aufgestelltes sowie durch die untere Wasserbehörde und das TLUBN mit positiven Stellungnahmen versehenes Abwasserbeseitigungskonzept vorliegt
    • eine wirtschaftliche Lösung gewählt wurde, bei der der Aufwand in einem angemessenem Verhältnis zum Nutzen steht
    • die Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben mindestens 50.000 Euro beträgt
    • die Gesamtfinanzierung gesichert ist
    • für Orte bzw. Ortsteile mit weniger als 500 Einwohner*innen ein Demografie-Check nach Vorgaben des TMUEN vorliegt
    • mit deren Durchführung noch nicht begonnen wurde

    Wie viel wird gefördert

    • Die Zuwendungen werden als Anteilsfinanzierung im Rahmen der Projektförderung gewährt.
    • Die Gewährung der Zuwendung erfolgt auf der Grundlage der zuwendungsfähigen Ausgaben.
    • Der Fördersatz beträgt bis zu 50 Prozent.
    • Für den Neubau von Pumpwerken, Mischwasserbehandlungsanlagen sowie Kläranlagen wird die Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben (inkl. Mehrwertsteuer) zusätzlich nach oben begrenzt:
      • Pumpwerke: maximal 15.000 Euro je l/s Förderleistung (bei Pumpwerken mit einer rechnerisch notwendigen Förderleistung von weniger als 5l/s werden 5l/s als Untergrenze angesetzt)
      • Mischwasserentlastungsbauwerke: maximal 2.000 Euro je m3 erforderliches Nutzvolumen
      • Kläranlagen
        maximal 1.000 EUR je EW Ausbaukapazität > 1.000 EW
        maximal 1.500 EUR je EW Ausbaukapazität von 501 - 1.000 EW
        maximal 2.000 EUR je EW Ausbaukapazität von 51 - 500 EW

    Weitere Programme

    Förderung von Aus- und Fortbildung und innovativen Maßnahmen im Abwasserbereich

    Förderung von Aus- und Fortbildung und innovativen Maßnahmen im Abwasserbereich

    Zuschuss
    Förderzweck (2)
    • Personalförderung
    • Umwelt / Wasserwirtschaft
    Zielgruppe (1)
    • Kommunen / Zweckverband
    Kundenbetreuung der Thüringer Aufbaubank (im Bild zu sehen ist das fünfköpfige Beratungsteam).

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