Elektromobilität Thüringen

Hinweis

Das Wettbewerbsverfahren wurde erfolgreich beendet. Bis zum 30.09.2015 wurden uns zahlreiche interessante Elektromobilitätskonzepte vorgelegt. Daraus wurden 7 Projekte ausgewählt.


Pressemitteilung des TMWWDG vom 08.11.2015


Für 2016 ist ein neues Wettbewerbsverfahren geplant. Wir werden Sie zu gegebener Zeit auf unserer Webseite informieren. Bis dahin ist leider keine Antragstellung im Förderprogramm Elektromobilität Thüringen möglich.

Was wird gefördert

Ziel des Förderprogrammes ist es, vorrangig kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft zu motivieren, sich mit eigenen elektrisch angetriebenen Fahrzeugen und der dazugehörigen Ladeinfrastruktur an der Entwicklung nachhaltiger innovativer Mobilitätsmodelle und technischer Lösungen in Thüringen zu beteiligen. Entwicklungsergebnisse von EU, Bund oder von einer anderen öffentlichen Institution geförderte Elektromobilitätsprojekte sollen mittels Feldversuchen getestet und erprobt werden. Die geförderten Maßnahmen sind Bestandteil einer wissenschaftlichen Begleitforschung, deren Ergebnisse veröffentlicht werden. Hierfür sollen im Rahmen von Feldversuchen verbrauchs- und nutzungsbezogene Daten geliefert werden.

Gefördert werden:

  1. Technologisch bedingte Mehrausgaben der Beschaffung (Kauf, Leasing, Miete) von elektrisch angetriebenen PKW und Kleintransporten mit einem zulässigen Gesamtgewicht von max. 3,5 t der EG-Fahrzeugklassen L (außer L1e),M 1 und N 1. In Ausnahmefällen können elektrisch angetriebene Kleintransporter bis zu 12,5 t (EG-Klasse N 2) gefördert werden, wenn deren konventionell angetriebener Fahrzeugtyp der EG-Fahrzeugklasse N 1 zugeordnet ist.
  2. Ausgaben für Kauf, Leasing, Miete und Installation von Ladesystemen (barriere- und diskriminierungsfrei) für elektrisch angetriebene Fahrzeuge (Energieentnahmestation) einschließlich innovativer Energiespeicher für erneuerbare Energien.
  3. Investitionen für elektrische Pufferspeicher, soweit diese in anerkannten Elektromobilitätsprojekten zur Stabilisierung der Netzspannung erforderlich sind und ausschließlich mit erneuerbaren Energien gespeist werden.
  4. Spezifische technische Ausrüstungen, soweit diese zusätzlich in den Fahrzeugen nach Punkt 1 eingebaut werden und zur Erfüllung des Zuwendungszwecks erforderlich sind.
  5. Im Ausnahmefall können auch Personal- und Sachausgaben für sonstige Maßnahmen, z.B. Koordinierung für die Projektentwicklung bzw. für ein Netzwerkmanagement oder auch Ausgaben, die unmittelbar für die Erprobung neuer Geschäftsmodelle entstehen, gefördert werden.

Voraussetzungen

  • Mit dem Vorhaben darf zum Zeitpunkt des Antragseingangs bei der Thüringer Aufbaubank noch nicht begonnen worden sein.
  • Teilnahme an der wissenschaftlichen Begleitforschung und einem in Thüringen durchgeführten und vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft (TMWWDG) anerkannten Forschungs- und Entwicklungsprojekt.
  • Einreichung einer Konzeptbeschreibung einschließlich Anlage bei der Thüringer Aufbaubank.
  • positives Votum zur Förderwürdigkeit der Wettbewerbsjury.
  • Projektausgaben, für die Zuwendungen aus anderen öffentlichen Förderprogrammen in Anspruch genommen werden, sind grundsätzlich nicht förderfähig.
  • Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben müssen je nach Maßnahme mindestens EUR 5.000,00 betragen.
  • Die Vergabebestimmungen nach VOL/ VOB sind für Zuwendungen ab einem Gesamtbetrag von EUR 50.000,00 einzuhalten. Beträgt die Zuwendung weniger als EUR 50.000,00 gelten die Vergabebestimmungen nicht, es sei denn, der Zuwendungsempfänger ist aus anderen Gründen zu deren Einhaltung verpflichtet. Informationen zu den für das öffentliche Auftragswesen geltenden Vorschriften stehen unter folgendem Link zu Verfügung: http://www.thueringen.de/th6/tmwwdg/wirtschaft/wir...
  • Der Eigenanteil beim Kauf des Fahrzeuges/ Ladesystems muss mindestens 25 % betragen.

Wer wird gefördert

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Freiberufler und sonstige juristische Personen mit Betriebsstätte im Freistaat Thüringen sowie Thüringer Forschungseinrichtungen. Auf Grund beihilferechtlicher Vorgaben der EU können Unternehmen des gewerblichen Gütertransportes jedoch bei der Anschaffung von Elektrofahrzeugen nicht unterstützt werden.

Nicht gefördert werden ferner:

  • Kommunale Unternehmen
  • Unternehmen in Schwierigkeiten
  • Betriebe der Forst- und Fischereiwirtschaft und der Aquakultur sowie des Bergbaus
  • landwirtschaftliche Betriebe (Unternehmen, die in der Primärerzeugung der im Anhang I EG-Vertrag aufgeführten landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie z. B. Fleisch, Milch und Milchprodukte, Fisch, Obst, Gemüse und Blumen tätig sind)

Wie viel wird gefördert

Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.

Die dem Unternehmen/Unternehmensverbund („ein einziges Unternehmen“) gewährten De-minimis-Beihilfen dürfen den maximalen Gesamtbetrag von 200.000 € innerhalb des lfd. und der letzten zwei Kalenderjahre nicht übersteigen. Bei Unternehmen, die im Bereich des gewerblichen Straßengüterverkehrs tätig sind, beträgt der Höchstbetrag 100.000 €.

Anschaffung von Elektrofahrzeugen nach Ziffer 2.1 der Richtlinie:
Pauschale Zuschüsse (Festbetrag) für die Mehrausgaben, die gemäß Anlage zur Richtlinie nach Fahrzeugklassen, Batteriekapazität und Art der Beschaffung (Kauf, Leasing, Miete) abgestuft sind.

Anschaffung von Ladesystemen nach Ziffer 2.2 der Richtlinie:
Zuschuss bis zu 75 % der Anschaffungs- einschließlich Installationsausgaben bis zur Inbetriebnahme, max. EUR 15.000,00 (bei sog. DC- bzw. Schnellladung einer Stromtankstelle max. EUR 30.000,00).

Investitionen in elektrische Pufferspeicher nach 2.3 der Richtlinie:
Zuschuss in Höhe von 500,00 EUR/kWh, max. 75 % der Gesamt- einschließlich Netzanschlussausgaben.

Ausgaben für spezifische Ausrüstungen nach 2.4 der Richtlinie:
Zuschuss bis zu 75 % der genannten Ausgaben an Unternehmen bzw. bis zu 100 % an Forschungseinrichtungen.

Ausgaben nach 2.5 der Richtlinie:
Zuschuss bis zu 75 % der genannten Ausgaben an Unternehmen bzw. bis zu 100 % an Forschungseinrichtungen.

Geförderte Fahrzeuge erhalten auf beiden Seitentüren sowie an der Heckpartie ein Logo des Förderprogramms (im A3-Format auf Klebefolie). Auch die Ladeinfrastruktur muss mit dem Logo (im A5-Format) sichtbar gekennzeichnet werden.

Ihren Ansprechpartner für technische sowie Fragen zum Forschungs- und Entwicklungs-Projekt entnehmen Sie bitte der Liste der anerkannten Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Ihre Ansprechpartner bei der Thüringer Aufbaubank sind:
Bettina Fröhlich
Tel. 0361 7447 185
E-Mail: bettina.froehlich@aufbaubank.de

Nicole Engelhardt
Tel. 0361 7447180
E-Mail: Nicole.Engelhardt@aufbaubank.de