Wirtschaft nutzt Finanzhilfen

Erfurt. Die jüngste Offensive der Thüringer Aufbaubank (TAB) zur Verbreiterung der Förderströme im Konsolidierungs- und Wachstumsbereich ist bei der Thüringer Wirtschaft auf großes Interesse gestoßen. "Bei uns stehen die Telefone nicht mehr still", hieß es am Montag in dem landeseigenen Förderinstitut. Insgesamt seien bislang mehr als 100 Anfragen zum neuen Förderprogramm eingegangen.

Die TAB bietet seit Anfang Mai in enger Kooperation mit der gbb Beteiligungs AG der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) zusätzlich zu ihren bestehenden Förderprogrammen auch die Kofinanzierung von stillen oder offenen Beteiligungen an. Ausgereicht werden Darlehen bis max. zwei Millionen Mark sowie Beteiligungskapital bis zu einem Höchstbetrag von knapp fünf Millionen Mark. Insgesamt stehen damit rund 70 Millionen Mark speziell für kleine und mittlere Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes zur Verfügung, die sich trotz nachweisbarer positiver Perspektiven in der Verlustzone befinden oder mangels Eigenkapital wichtige Zukunftsinvestitionen nicht finanzieren können. Obligatorischer Bestandteil der Förderung ist eine kritische Überprüfung der Produkt- und Marktstrategie, des Controllings und anderer defizitärer Managementbereiche durch externe Fachleute.

Die Thüringer Aufbaubank ist das zentrale Förderinstitut des Freistaates. Im vergangenen Jahr bewilligte die landeseigene Bank Darlehen, Zuschüsse und Bürgschaften in Höhe von 1,6 Milliarden Mark. Mit einem Beteiligungskapital von insgesamt 166 Millionen Mark in 192 Unternehmen haben Thüringer Aufbaubank, die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft, die Venture Capital Thüringen GmbH & Co. KG sowie der Thüringer Innovationsfonds bislang einen wesentlichen Beitrag zur Wachstumsfinanzierung und Entwicklung wettbewerbsfähiger Strukturen in Thüringen geleistet.

THÜRINGER AUFBAUBANK
Olaf Werner
Pressesprecher
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