Bilanz 2012 der Thüringer Aufbaubank

BILANZ 2012 DER THÜRINGER AUFBAUBANK:
• NORMALISIERUNG DES FÖRDERVOLUMENS
• WEICHENSTELLUNG FÜR WEITERENTWICKLUNG

Erfurt. Ein gutes Förderjahr nach einem außergewöhnlichen Vorjahr und die Vorbereitung auf neue Aufgaben – das sind die wesentlichen Faktoren für die Geschäfts-entwicklung der Thüringer Aufbaubank im Jahr 2012 und die Perspektiven für 2013.

"Nach dem außergewöhnlich umfangreichen Förderjahr 2011 sind wir wieder zurück auf das gute Niveau der Vorjahre gekommen", erläutert der Vorstandsvorsitzende Matthias Wierlacher das zurückliegende Jahr. "2011 war ein besonderes Jahr mit sehr guten konjunkturellen Rahmenbedingungen und hohen Fördersummen in allen Bereichen. 2012 hat sich die Situation normalisiert", so Wierlacher. Gleichzeitig habe sich die Aufbaubank für die künftigen Aufgaben aufgestellt. "Es ist absehbar, dass die Fördergelder aus Brüssel und Berlin und nicht zuletzt auch die Mittel des Freistaats zurückgehen werden", betont Matthias Wierlacher, "Darauf stellen wir uns ein - unter anderem mit dem neuen Angebot der Konsortialfinanzierungen."

"Mit dem Instrument der Konsortialfinanzierung schaffen wir eine zusätzliche Möglichkeit, um mit den Banken und Sparkassen im Freistaat gemeinsam größere Projekte zu realisieren", erläutert Vorstand Michael Schneider. "Wir werden damit ein gutes Stück mehr Bank sein, als bisher", erklärt Schneider. Ab Juni stehe die TAB für die Banken und Sparkassen in Thüringen bereit, um gemeinsam Unternehmen im Freistaat zu finanzieren, so der Vorstand. "Wir freuen uns darauf, die bewährte Zusammenarbeit auf diesem neuen Feld weiterzuführen."

Ein wichtiges Thema des Jahres 2013 sei die Vorbereitung der neuen EU-Förderperiode der Jahre 2014 bis 2020, führt Schneider weiter aus. Trotz des absehbaren Rückgangs der Fördermittel aus dem EU-Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) ist Schneider optimistisch: "Die Erfahrung zeigt, dass wir durch eine kluge Gestaltung der Förderung auch unter diesen Bedingungen sehr wirksam und nachhaltig fördern können".

894 Millionen Euro Fördervolumen

Die Thüringer Aufbaubank hat die Unternehmen des Freistaats im Jahr 2012 mit insgesamt 894 Millionen Euro gefördert (Vorjahr: 1,19 Mrd.). Dabei standen die Kreditprodukte mit einer Summe von 454 Mio. Euro (Vorjahr: 620 Mio.) wieder an erster Stelle. Auf die Förderung durch Zuschüsse entfielen 412 Mio. Euro (Vorjahr 501 Mio.), auf Bürgschaften 10 Mio. (Vorjahr 19 Mio.). Besonders in den Branchen Logistik, in der Erzeugung von optischen und elektronischen Erzeugnissen und in der Metallindustrie war ein starker Bedarf an Investitionsförderung zu verzeichnen. Mit der Förderung der TAB wurden Investitionen in Höhe von 1,16 Mrd. Euro unterstützt (Vorjahr 1,56 Mrd.). Die Unternehmen verpflichteten sich, 3.810 neue Arbeitsplätze zu schaffen (Vorjahr 4.300).

Besonderen Zuspruch fand die Technologieförderung, die bei leicht sinkendem Volumen von 63 Mio. Euro (Vorjahr 66 Mio.) die Zahl ihrer Förderzusagen auf 275 steigern konnte (Vorjahr 248). Im Bereich der Darlehensförderung konnte das Programm „GuW Plus“, das zur Förderung von Erweiterungsinvestitionen, Betriebsmitteln und den Erwerb von Unter¬nehmensanteilen geeignet ist, wieder zulegen. Hier stieg die Zahl der Zusagen auf 87 im Jahr 2012 (Vorjahr 49), das Fördervolumen wuchs von 14 Mio. Euro auf 20 Mio. Euro.

Einen leichten Rückgang hatten die Kommunaldarlehen zu verzeichnen. Sie erreichten 2012 ein Volumen von 245 Mio. Euro gegenüber 278 Mio. im Vorjahr. Ein ähnlicher Trend zeigte sich in der Wohnraumförderung: Mit einem Fördervolumen von 15 Mio. Euro für Mietwohnungen und 13 Mio. Euro für die Eigenheimförderung konnte nicht an die hohen Zahlen des Vorjahres angeknüpft werden (2011: Mietwohnungen 33 Mio. Euro, Eigenheimförderung 17 Mio. Euro).

Jahresüberschuss 4,4 Mio. Euro

Die Thüringer Aufbaubank erzielte einen Jahresüberschuss von bei 4,4 Mio. Euro (Vorjahr: 6,3 Mio.). Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 3,5 Mrd. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter der Aufbaubank blieb mit 363 (Vorjahr 364) nahezu konstant.

Info: www.aufbaubank.de

Olaf Rühmeier
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