Acht Milliarden Euro Fördermittel bewilligt: Aufbaubank feiert 10-jähriges Jubiläum

Erfurt. Ihr zehnjähriges Jubiläum feiert heute die Thüringer Aufbaubank.

Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel dankte der Thüringer Aufbaubank auf dem Festakt zum Jubiläum für die geleistete Arbeit. Vogel sagte in Erfurt vor 330 Gästen aus Wirtschaft und Politik, die Thüringer Aufbaubank als zentrales Thüringer Förderinstitut habe ein Stück "Thüringer Wirtschaftsgeschichte mitgeschrieben" und den "schwierigen Aufbau- und Umstrukturierungsprozess" der Thüringer Wirtschaft aktiv begleitet.

Die Bank sei zugleich "Schrittmacher und Spiegelbild der Thüringer Wirtschaft" gewesen. Sie habe sich insbesondere um die "Förderung der kleinen und mittleren Unternehmen in Thüringen verdient gemacht", sei aber auch an großen aktuellen Ansiedlungsvorhaben wie z.B. der MDC Power GmbH in Kölleda beteiligt.

Der Vorstandsvorsitzende der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) Dr. Günther Merl sagte anlässlich des TAB-Jubiläums, "die noch junge Beteiligung der Helaba an der TAB hat sich bereits bewährt. Von der Verbindung von banktechnischem Know-how und öffentlichem Förderauftrag profitieren insbesondere die Unternehmen in Thüringen." Er sei daher der Überzeugung, dass "eine zukünftige stärkere Konzentration der öffentlichen Förderung bei der TAB der Effizienz der Förderpolitik in Thüringen diene".

Der Vorstandsvorsitzende der Thüringer Aufbaubank Matthias Wierlacher verwies auf die Leistungsbilanz der Thüringer Aufbaubank in den letzten zehn Jahren. Die TAB habe bisher für etwa 65.000 Projekte eine Förderung zugesagt. Mit einer Fördersumme von mehr als acht Milliarden Euro seien Investitionen von über 28 Milliarden Euro angeschoben worden.

Bei den Förderzusagen stehe die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) mit Investitionszuschüssen von 5,5 Milliarden Euro an erster Stelle. Besonders geförderte Branchen seien die Metallindustrie, der Bereich Glas, Keramik und Optik, die KFZ-Zulieferindustrie, die Kunststoffindustrie sowie die Ernährungsindustrie.

Wierlacher betonte angesichts der schwierigeren Finanzierungsbedingungen die Bedeutung der TAB für mittelständische Thüringer Unternehmen. Über 99 Prozent der Förderbescheide und rund 85 Prozent der Fördergelder in der Wirtschaftsförderung gingen an diese Zielgruppe. "Auch in den nächsten Jahren sind wir insbesondere für die kleinen und mittleren Thüringer Unternehmen da", so der TAB-Vorstand.

Ein weiteres Standbein für die Thüringer Aufbaubank sei die Wohnungsbauförderung. Das kumulierte Geschäftsvolumen in diesem Geschäftszweig betrage über eine Milliarde Euro. Bisher habe die Bank im Auftrag des Freistaates Thüringen Bau oder Modernisierung von mehr als 73.000 Wohnungen und Eigenheimen gefördert. Die Thüringer Aufbaubank hatte von 1995 bis 2000 die Thüringer Wohnungsbauförderprogramme übernommen, die bis dahin die Landesbodenkreditanstalt in München abgewickelt hatte.

"Wir wollen die Effizienz der TAB in den nächsten Jahren weiter steigern", so Wierlacher weiter. Dies gelte im Hinblick auf die knappen Kassen der öffentlichen Hand, aber auch für die Betreuung der Kunden und die Übernahme weiterer Aufgaben. Die Bank sei dafür gut aufgestellt und erledige ihre Arbeit auch nach banktechnischen Kriterien professionell. Für die nächsten Jahre rechnet der Vorstandsvorsitzende mit einem moderaten Ertragswachstum. Im Geschäftsjahr 2001 hatte der Ertrag der TAB 2,3 Millionen Euro betragen.

Die Aufbaubank war durch Gesetz des Freistaates Thüringen am 21. Juli 1992 gegründet worden. Sie hatte im Oktober 1992 mit 5 Mitarbeitern ihre Arbeit aufgenommen. Gesellschafter sind bei einem Eigenkapital von 66 Millionen Euro der Freistaat Thüringen und die Landesbank Hessen-Thüringen zu jeweils 50 Prozent. Die Bilanzsumme der TAB betrug Ende September 2002 rund 1,8 Milliarden Euro, die Zahl der Mitarbeiter 280. Vorstände der Thüringer Aufbaubank sind Matthias Wierlacher und Lutz Brüggmann.

THÜRINGER AUFBAUBANK
Michael Klughardt
Pressesprecher
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