Kleinkläranlagen: Neue Förderrichtlinie mit höheren Zuschüssen

Kleinkläranlage Einbau einer biologischen Kleinkläranlage
Am 13. August 2018 ist eine neue Förderrichtlinie für Kleinkläranlagen in Thüringen in Kraft getreten. Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer erhalten jetzt einen höheren Zuschuss für den Ersatz-Neubau oder die Nachrüstung einer bestehenden Kleinkläranlage.

Das ist neu:

  • Für den Ersatz-Neubau einer Kleinkläranlage für 4 Einwohner erhöht sich der Grundzuschuss von 1.500 € auf 2.500 € zuzüglich 250 € für jeden weiteren Einwohner (bisher 150 €).
  • Für die Nachrüstung einer vorhandenen Kleinkläranlage für 4 Einwohner erhöht sich der Grundzuschuss von 750 € auf 1.250 € zuzüglich 125 € für jeden weiteren Einwohner (bisher 75€).
  • Bei der Errichtung von privaten und öffentlichen Gruppenkleinkläranlagen, also Kleinkläranlagen für mehrere Grundstücke, gibt es für den Bau von Schmutzwasserkanälen, die im öffentlichen Raum liegen, einen Zuschuss von 250 € pro Meter.
  • Bei der Errichtung von rein öffentlichen Gruppenkleinkläranlagen, also Kleinkläranlagen der Abwasserzweckverbände bzw. eigenentsorgenden Gemeinden, wird der Zuschuss zusätzlich um 10 % erhöht.
  • Bei privaten Bauherren kann alternativ zu den Zuschüssen weiterhin ein zinsgünstiges Darlehen gewährt werden.

Die Förderung ist für die Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer möglich, deren Grundstück nach dem Abwasserbeseitigungskonzept des Zweckverbandes oder der eigenentsorgenden Gemeinde dauerhaft nicht an eine kommunale Ab­wasserentsorgung angeschlossen werden soll.

Anträge für die Förderung von Kleinkläranlagen sind ausschließlich an die Abwasserzweckverbände bzw. eigenentsorgenden Gemeinden zu richten. Entsprechende Antragsformulare sind dort erhältlich. Anträge, die bei der Thüringer Aufbaubank eingegangen sind und noch nicht bewilligt wurden, werden nach dieser Richtlinie bearbeitet.

Zum Förderprogramm "Förderung von Kleinkläranlagen (KKA) im Freistaat Thüringen"