10.10.2022

Land vergibt 11,5 Millionen Euro für 26 Forschungsprojekte an Thüringer Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Im Rahmen der Förderlinie „FTI Thüringen – Forschung“ vergibt das Thüringer Wissenschaftsministerium 11,5 Millionen Euro Forschungsgelder an Thüringer Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Entscheidung über die geförderten Vorhaben hat die „Thüringer Programmkommission“ – ein vom Wissenschaftsministerium einberufenes Gremium bundesweit tätiger Fachwissenschaftler – in der vergangenen Woche getroffen. Schwerpunktmäßig wird hier mit Kofinanzierung durch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) die Anschaffung von Geräten und Laborausstattungen für konkrete Forschungszwecke unterstützt. Die Forschungsvorhaben betreffen u.a. Themen aus den Bereichen Optik und Nanotechnologie, Energie- und Umwelttechnik, Materialforschung und Medizintechnik. Mit Landesmitteln werden aber auch Projekte aus den Geistes- und Sozialwissenschaften unterstützt.

„Thüringen investiert durch eine gezielte Förderung für konkrete Forschungsvorhaben kontinuierlich in Innovation und neue Technologien“, sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Ziel sei es, Thüringen als Land der Spitzenforschung zu stärken und überregional sichtbar zu machen. Zudem solle der Technologietransfer in die Wirtschaft verstärkt werden. Für die Förderung von Forschung und Technologie hat der Freistaat Thüringen (über die Hochschulfinanzierung hinaus) im vergangenen Jahr rund 165 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Knapp 110 Millionen Euro davon investierte das Land in den Ausbau und die Weiterentwicklung der vom Land – teilweise gemeinsam mit dem Bund – dauerhaft geförderten Forschungsinstitute. Der Rest floss in Forschungs- und Technologieprojekte und die Förderung von Forschungs- und wissenschaftlichem Personal.

Zu den Empfängern der Mittel aus dem Programm „FTI Thüringen – Forschung“ gehören neben Universitäten und Hochschulen diesmal u.a. das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (HKI), das Fraunhofer-Institut für angewandte Optik und Feinmechanik (IOF), das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS), das Helmholtz-Institut Jena, das Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik (IBA), die Materialforschungs- und Prüfanstalt der Bauhaus-Universität Weimar (MFPA) oder die Abteilung „Elektronische Messtechnik und Signalverarbeitung“ des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS). Die Themen der geförderten Vorhaben betreffen z.B. die Untersuchung optischer Nanostrukturen, die Steigerung der Spitzenleistung von Hochleistungslasern, die Entwicklung von 3GPP-Mobilfunkstandards der nächsten Generation, die Entwicklung von Membranen für die Energie- und Umwelttechnik, Untersuchungen von Raumluftströmungen mittels Schlierenverfahren, die Erforschung abbaubarer Kunststoffe, die Erforschung charakteristischer Mutationen durch bestimmte Arten von DNA-Schäden oder neuartige Radio-Diagnostika für die molekulare Bildgebung. Im Bereich der Geisteswissenschaften wird z.B. das Projekt „Kulturtechniken des Sammelns“ gefördert, das die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen der Universität Erfurt und den verschiedenen Gothaer Sammlungen bietet.

„Insgesamt wird damit die Forschung in verschiedenen für die Gesellschaft relevanten Bereichen vorangetrieben. Dies ist wichtig, um unsere Forschungseinrichtungen und letztlich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen weiter zu stärken“, sagte Tiefensee. Die Bewilligungen durch die Thüringer Aufbaubank (TAB) werde zeitnah erfolgen, so dass mit den Vorhaben noch in diesem Jahr begonnen werden kann.

Passende Programme zum Thema:

FTI-Thüringen FORSCHUNG

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Katharina Reinhardt, Unternehmenssprecherin der TAB
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