Klima Invest - Kommunale Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungsmaßnahmen

Hinweis

EnergieeffizienzIn Kooperation mit der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) haben wir 80 Thüringer Gemeinden zu ihren Umsetzungen von Energieeffizienzmaßnahmen befragt. Nur ein Drittel der Befragten Gemeinden investieren zurzeit in Modernisierungs- und Effizienzmaßnahmen. Bei über der Hälfte der Befragten sind geringe Investitionsspielräume der Grund dafür, bei einem guten Drittel ist es das fehlende Personal.

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Die Richtlinie Klima Invest wurde erweitert. Sie enthält nun neben zusätzlichen Fördergegenständen im Bereich des kommunalen Klimaschutzes auch Fördergegenstände für die kommunale Klimafolgenanpassung.
Die neuen Fördergegenstände finden Sie auf dieser und den nachfolgenden Seiten, die neue Richtlinie steht Ihnen unter Downloads zur Verfügung.

Die Anwendungshinweise und Formulare stehen Ihnen in Kürze aktualisiert zur Verfügung.

Was wird gefördert

Die Förderung zielt ab auf die Verminderung von Treibhausgasemissionen und die Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels in Thüringen. Ziel der Förderung ist es, Gemeinden, Gemeindeverbände und Landkreise des Freistaats Thüringen bei Maßnahmen, die zur Verminderung von Treibhausgasemissionen bei ihnen direkt oder im Bereich ihrer Gebietskörperschaften beitragen, zu unterstützen und sich bereits frühzeitig an die Folgen des Klimawandels bestmöglich anzupassen. Eine besondere Bedeutung haben dabei Klimaschutzstrategien, Klimafolgeanpassungsstrategien und Teilkonzepte zu Klimaanpassung, Wärmeanalysen und –konzepte sowie die eigene Mobilität und die eigenen Liegenschaften.

Die Kumulation von Mitteln, die im Rahmen dieser Richtlinie bewilligt werden, mit Mitteln des Bundes auf Zuschuss- und Darlehensbasis ist zulässig, soweit die Förderprogramme des anderen Fördermittelgebers die Kumulierung zulassen und mindestens ein Eigenanteil von 5 % sichergestellt ist.


Die Förderung ist auch als Ergänzung entsprechender Förderungen des Bundes vorgesehen, um Anreize zur Inanspruchnahme insbesondere

  • der Richtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen (Kommunalrichtlinie im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative)
  • des Programms 432 der Kreditanstalt für Wiederaufbau – Energetische Stadtsanierung – Zuschüsse für integrierte Quartierskonzepte
  • der Richtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt
  • und weiterer Förderprogramme
  • sowie der Teilnahme an Wettbewerben anderer Fördermittelgeber und die Umsetzung daraus entstehender Projekte
zu schaffen.


Gegenstand der Förderung im Bereich Klimaschutz

  • Einstiegspakete: externe Leistungen zur Vorbereitung und Durchführung von Einstiegsberatungen sowie Vergabeverfahren zum Klimaschutz, Öffentlichkeitsarbeit zum Klimaschutz, Kofinanzierung von Energieberatungen für Gebäudeeigentümer vor Ort sowie aus der Einstiegsberatung abgeleitete nachfolgende Einzelmaßnahmen im Sinne von 2.2 bis 2.10 unterhalb der Grenze von 7.500 EUR zuwendungsfähiger Ausgaben.
  • Erstellung von THG Minderungskonzepten, insbesondere Klimaschutzkonzepte sowie Klimaschutzteilkonzepte, Potenzialstudien zur Minderung von Treibhausgasen in verschiedenen Bereichen und Klimaschutzstrategien, Quartierskonzepte sowie Konzepte zur Wäremeversorgung.
  • Erstellung von Konzepten zur energetischen Modernisierung von Gebäuden und Straßenbeleuchtung im Eigentum des Antragstellers.
  • Einführung eines kommunalen Energiemanagementsystems.
  • Kompetenzaufbau in Form von Beratung, Bildung und Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationsprojekten sowie Einführung von Energie- und Klimaschutz-Managementsystemen, wie z. b. kommunales Energiemanagement oder European Energy Award.
  • Gebäudetechnische Investitionen im Bereich kommunaler Liegenschaften.
  • Investitionen in Außen- und Straßenbeleuchtung mit warmweißem Licht (Farbtemperatur bis 3.000 Kelvin) bei Einsatz von entweder Leuchten oder Leuchten-Einbausätzen mit hocheffizienten Techniken, wie z. B. LED-Leuchten, und in Verbindung mit einer bedarfsabhängigen Steuerung
  • Investitionen in E-Mobilität im Bereich der kommunalen Fuhrparke.
  • Investitionen in intelligente Verkehrssteuerung zur Verbesserung des Verkehrsablaufs von Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV.
  • Investitionen in technische Effizienzmaßnahmen bei Abwasser- oder Klär- sowie bei Trinkwasseranlagen.
  • Weiterentwicklung von modellhaften oder besonders innovativen Projekten zur Beantragung bei anderen Fördermittelgebern sowie deren Umsetzung im Falle einer Förderzusage.
  • Personal für Klimaschutz- oder Energiemanagement.
Gegenstand der Förderung im Bereich der Anpassung an die Folgen des Klimawandels

  • Einstiegspakete: externe Leistungen zur Vorbereitung und Durchführung von Einstiegsberatungen sowie Vergabeverfahren zur Klimafolgenanpassung, Öffentlichkeitsarbeit zur Klimafolgenanpassung sowie aus der Einstiegsberatung abgeleitete Einzelmaßnahmen im Sinne von 3.2 bis 3.4 unterhalb der Grenze von 7.500 EUR zuwendungsfähiger Ausgaben.
  • Erstellung von Klimaanalysen, Verwundbarkeitsuntersuchungen, Machbarkeitsstudien und Konzepten sowie Teilkonzepten zur Klimafolgenanpassung, Kompetenzaufbau in Form von Beratung, Bildung, Weiterbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Kooperationsprojekten sowie Einführung von Managementsystemen zur Klimafolgenanpassung, wie z. B. European Climate Adaption Award.
  • Investitionen an kommunalen Liegenschaften/Infrastruktureinrichtungen, die der Klimafolgenanpassung dienen.
  • Personal für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Wer wird gefördert

Zuwendungsempfänger sind Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände und
Landkreise des Freistaats Thüringen.

Wie viel wird gefördert

Die Zuwendungen werden im Rahmen einer Projektförderung in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen als Anteilsfinanzierung, bei der Förderung von Einstiegspaketen als Festbetragsfinanzierung gewährt.

Die Förderkonditionen lauten:

Fördergegenstand

Fördersatz

Maximale Zuwendung

2.1 / 3.1 Einstiegspakete

100 %

7.500 EUR

2.2 Erstellung von THG-Minderungskonzepten

40 %

-

2.3 Erstellung von Konzepten zur energetischen Modernisierung

40 %

-

2.4 Einführung kommunales Energiemanagementsystem

40 %

-

2.5 Kompetenzaufbau Klimaschutz

80 %



2.6 Gebäudetechnische Investitionen
(Anteil erneuerbarer Energien von über 50 %)
40 %
(60 %)
80.000 EUR
(80.000 EUR)
2.7 Investitionen in Außen- und Straßenbeleuchtung 10 % 80.000 EUR
2.8. Investitionen in E-Mobilität 30 - 40 % 15.000 EUR
2.9. Investitionen in intelligente Verkehrssteuerungen 20 % 80.000 EUR
2.10. Investitionen in technische Effizienzmaßnahmen 20 % 80.000 EUR
2.11 Weiterentwicklung von modellhaften oder besonders innovativen Projekten 80 %
2.11. Weiterentwicklung von modellhaften oder besonders innovativen Projekten einschließlich Förderzusage durch anderen Fördermittelgeber 40 %
2.12. Personal für Klimaschutzmanagement
60 % 3 Jahre
2.12 Personal für Energiemanagement (mit Abschluss einer verbindlichen Kooperationsvereinbarung mit ThEGA) 60 % 2,5 Jahre
2.12. Personal für Energiemanagement (ohne Vertrag) 40 % 2,5 Jahre
3.2. Erstellung von Klimaanalysen, Verwundbarkeitsunter- suchungen, Machbarkeitsstudien und Konzepten sowie Teilkonzepten zur Klimafolgenanpassung 40 %
3.3 Kompetenzaufbau Klimafolgeanpassung 80 %
3.4 Investitionen an kommunalen Liegenschaften/Infrastruktureinrichtungen 40 % 80.000 EUR
3.5 Personal für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels 60 % 3 Jahre
Die zuwendungsfähigen Ausgaben je Vorhaben müssen mindestens 7.500 EUR betragen (mit Ausnahme der Fördergegenstände zu den Einstiegspaketen 2.1 und 3.1).