Aufbaubank steigert Jahresergebnis - Thüringer Wirtschaft investiert kräftig

Erfurt. Die Thüringer Wirtschaft investiert kräftig im Aufschwung – dies geht aus der aktuellen Förderstatistik der Thüringer Aufbaubank (TAB) hervor. Nach Angaben der Bank gingen im vierten Quartal 2010 Anträge auf Investitionszuschüsse über 158 Mio. Euro ein – in den ersten drei Quartalen davor waren es im Schnitt nur jeweils 65 Mio. Euro. Kräftig investieren wollen z.B. die Metallindustrie, KFZ-Zulieferer, die Chemie- und Pharmaindustrie, die Lebensmittelindustrie und die Kunststoffindustrie. Große geförderte Investitionsprojekte waren im letzten Jahr die Erweiterung von MDC Power in Kölleda und die Erweiterung der Borbet GmbH in Bad Langensalza.

Insgesamt sagte die Thüringer Aufbaubank im letzten Jahr ein Fördervolumen von 925 Mio. Euro zu - ein Rückgang um etwa sieben Prozent im Vorjahresvergleich, aber wiederum knapp an der Milliardengrenze. Dabei werden die Darlehensprodukte für die Bank immer wichtiger: Auf Darlehen entfielen etwa 548 Mio. Euro (Vorjahr 533 Mio. Euro), auf Zuschüsse 358 Mio (Vorjahr 434 Mio. Euro), und an Bürgschaften wurden 12 Mio. Euro bereitgestellt (Vorjahr: 22 Mio. Euro).

Förderkredite besonders gefragt

Die Thüringer Aufbaubank bewilligte im vergangenen Jahr 1.450 Zuschüsse und Darlehen in der Wirtschaftsförderung. Besonders gefragt war wie in den Vorjahren das Darlehensprogramm GuW Plus zur Investitionsfinanzierung und zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs der Thüringer Unternehmen. Die Bank verzeichnete in diesem Programm einen Zuwachs um 39 Prozent auf 124 Mio. Euro. „Ein Spitzenwert in der Geschichte der Bank und ein Beweis für die Investitionskraft der Thüringer Wirtschaft“, so der Vorstandsvorsitzende der Thüringer Aufbaubank, Matthias Wierlacher.

Die von der TAB finanzierten Unternehmen haben sich verpflichtet, 2.600 Arbeitsplätze zu schaffen und 30.000 zu sichern. Das angeschobene Investitionsvolumen beträgt in der Wirtschaftsförderung 1,1 Mrd. Euro.

Die Wohnungsbauförderung lag mit Zusagen von 40 Mio. Euro etwas über Vorjahresniveau. Statistisch gesehen wurden im Freistaat pro Tag 3,4 Mietwohnungen und Eigenheime mit Hilfe der Förderung der Thüringer Aufbaubank gebaut, saniert oder modernisiert. Gebündelt wurde letztes Jahr das Geschäft mit der öffentlichen Hand in einem neuen Geschäftsbereich „Öffentliche Kunden“. Finanziert werden z.B. kommunale Infrastrukturprojekte, wasserwirtschaftliche Projekte sowie Tourismusvorhaben. Die Bank sagte in diesem Geschäftsfeld 394 Mio. Euro zu (Vorjahr 380 Mio. Euro).

Jahresüberschuss 8,6 Mio. Euro

Der Jahresüberschuss der Thüringer Aufbaubank wuchs 2010 um 45 Prozent auf 8,6 Mio. Euro – das beste Ergebnis seit Gründung der TAB im Jahr 1992. „Die Arbeit der letzten Jahre hat sich gelohnt. Die Bank verfügt über eine solide Ertragsbasis und hat Kosten und Prozesse im Griff“, so Michael Schneider, Vorstand der Thüringer Aufbaubank. Positiv auf die Ertragslage wirkte sich sowohl ein Anstieg des Zins- und Provisionsergebnisses wie auch der sonstigen betrieblichen Erträge aus. Die Bilanzsumme der Thüringer Aufbaubank erhöhte sich um etwa zehn Prozent auf 2,73 Mrd. Euro. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aufbaubank stieg von 336 auf 352.

Aussichten 2011

Die Aufbaubank geht vor dem Hintergrund der besseren Konjunktur für 2011 von einer hohen Nachfrage nach Investitionsfinanzierungen aus - das gilt gleichermaßen für Zuschüsse und Darlehen. Um das Eigenkapital der Thüringer Unternehmen zu stärken, sind neue Produkte geplant. Aufgelegt werden soll in Kürze ein Gründerfonds, der jungen wachstumsstarken und innovativen Unternehmen den finanziellen Start erleichtert.

Michael Klughardt
Pressesprecher
Thüringer Aufbaubank
Anstalt öffentlichen Rechts
Gorkistraße 9
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Tel. +49 361 7447 268