36 Mio. Euro: Eigenheimförderung erhält sicheres Fundament

Erfurt. Der Freistaat Thüringen stellt seine Angebote zur Förderung der eigenen vier Wände auf ein festes Fundament: 2011 bis 2013 ist in Thüringen dafür ein Darlehensvolumen von 36 Mio. Euro vorgesehen. Thüringens Bauminister Christian Carius und der Vorstand der Thüringer Aufbaubank Michael Schneider hatten in Erfurt eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Die Förderdarlehen sind vor allem für Familien bestimmt. „Wir geben der Eigenheimförderung mit der heutigen Vereinbarung die nötige Kontinuität und Stabilität“, sagte Bauminister Carius. Für die Förderung würden keine Haushaltsmittel bereitgestellt, die Aufbaubank erhalte lediglich eine Bürgschaft. „Das ist nachhaltige und flexible Förderung – wir finanzieren, ohne dass wir zunächst Haushaltmittel in die Hand nehmen müssen“, so der Minister.

Die Eigenheimförderung sei Teil einer Gesamtstrategie, um den demografischen Wandel zu gestalten und der Abwanderung gezielt entgegenzuwirken. Carius betonte zudem den sozialen Aspekt der Förderung, die vor allem für Familien mit mittleren Einkommen bestimmt sei. Zielgruppe sei z.B. die typische Facharbeiterfamilie mit zwei Kindern.

2008 bis 2010: Nachfrage kräftig gestiegen

Die Nachfrage nach den Produkten der Thüringer Eigenheimförderung hat in den letzten Jahren kräftig angezogen: 2010 lag das zugesagte Volumen mit 13,5 Mio. Euro fast doppelt so hoch wie im Jahr 2008. Alle 29 Stunden wird in Thüringen ein Eigenheim mit Hilfe der Thüringer Aufbaubank gebaut, gekauft oder modernisiert. „Bei unserer Förderung stimmen Inhalt und Form - unsere Familienbauförderung ist als starke Marke in allen Thüringer Regionen präsent“, erläuterte Aufbaubank-Vorstand Michael Schneider. Die Thüringer Familien nutzten die Förderangebote des Freistaats immer stärker, so Schneider.

Insgesamt wurden in den letzten drei Jahren 886 Eigenheime finanziert; das Finanzierungsvolumen beträgt über 30 Mio. Euro. Auf Modernisieren und Energieeffizient Sanieren entfallen 43 Prozent der geförderten Eigenheime. In Nordthüringen wird die Eigenheimförderung besonders gern genutzt – hier liegen die Zusagen bei 10,3 Mio. Euro, gefolgt von Mittelthüringen mit 9,7 Mio. Euro und Ostthüringen mit 5,9 Mio. Euro.

Drei Säulen der Eigenheimförderung

Die Förderung des Freistaats besteht aus den drei Säulen Bauen/Kaufen, Modernisieren sowie Energieeffizient Sanieren. In der Bauförderung finanziert die Bank anteilig bis zu 30 Prozent bzw. 100.000 Euro und ergänzt so die Finanzierung der Banken und Sparkassen. Bei der Modernisierungsförderung gibt es praktisch keine Einschränkungen – finanziert werden können z.B. ein neues Dach, neue Fenster oder neue Elektroinstallationen. Der maximale Darlehensbetrag liegt bei 75.000 Euro, bzw. 80 Prozent der Kosten. Gefördert werden auch sogenannte Effizienzhäuser, die hohe Energie-Standards erreichen. Für die Förderung gelten Einkommensgrenzen – bei einer Familie mit zwei Kindern liegt sie bei 60.900 Euro brutto jährlich.

Anträge für die Eigenheimförderung nehmen die für Wohnungsbauförderung zuständigen Stellen der kreisfreien Städte und Landratsämter entgegen. Auskünfte erteilt eine Hotline der Thüringer Aufbaubank unter 0361/7447-123.

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Michael Klughardt
Pressesprecher
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