Neustart der TAB-Darlehensprogramme verkündet

Handwerksbetrieb in Thüringen Die Bedeutung der Darlehensprogramme wird in der Investitionsförderung weiter zunehmen.

Am 10. August verkündete Thüringens Wirtschaftsminister Tiefensee die Neuauflage der drei zentralen Darlehensprogramme der TAB – Thüringen-Dynamik, Thüringen-Invest und GuW-Thüringen. Insgesamt stellt der Freistaat über 150 Mio. Euro für diese Förderinstrumente zur Verfügung. Je nach Förderprogramm werden diese aus EU-, Landes- oder Eigenmitteln finanziert. Neben direkten Investitionszuschüssen (z.B. Thüringen-Invest-Zuschuss, GRW-Zuschuss) und Beteiligungen (z.B. über die bm-t ) sind die Darlehensprogramme eine dritte wichtige Säule im Förderportfolio der Thüringer Aufbaubank. Link zur Pressemitteilung des TMWWDG: http://www.thueringen.de/th6/tmwwdg/service/presse...

Mit dem Neustart der Programme treten einige Veränderungen in Kraft:

  • Über das Programm „Thüringen-Dynamik“ werden Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Darlehen zwischen 5.000 Euro und vier Millionen Euro gefördert. Anders als bisher kann künftig auch der Erwerb von immateriellen Wirtschaftsgütern (z.B. Konzessionen, Lizenzen, Patente, Schutzrechte), die Finanzierung von Betriebsmitteln, die Übernahme von Geschäftsanteilen (share deals) oder der Kauf gebrauchter Wirtschaftsgüter gefördert werden. Insgesamt hat dieser Darlehensfonds in der laufenden Förderperiode ein Volumen von 120 Millionen Euro, davon kommen 96 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
  • Mit dem Förderprogramm „Thüringen-Invest“ – bei dem Zuschüsse einzeln oder mit Darlehen kombiniert vergeben werden können – sollen auch in der neuen Förderperiode kleinere Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft, des Handwerkes, des Dienstleistungssektors, des Handels sowie des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes und der Kreativwirtschaft unterstützt werden. In der Zuschussvariante wurden das förderfähige Investitionsvolumen je Vorhaben (von 100.000 auf 250.000 Euro) und damit auch der Förderhöchstbetrag von 20.000 auf 50.000 Euro erhöht. Auch der Darlehenshöchstbetrag wurde von 100.000 auf 200.000 Euro angehoben. Insgesamt stehen bis 2020 rund 40 Millionen Euro EFRE-Mittel für die Zuschussförderung und – im Rahmen eines revolvierenden Fonds – 27,5 Millionen Euro aus EFRE- und Landesmitteln für Darlehen zur Verfügung.
  • Das bisherige Förderkreditinstrument GuW-Plus wird in dieser Förderperiode als Eigenprogramm „GuW-Thüringen“ der TAB fortgeführt. Über GuW-Thüringen können zinsgünstige Kredite bis zu einer Höhe von fünf Millionen Euro vergeben werden. Das Programm ist marktkonform ausgestaltet und stellt deshalb keine öffentliche Beihilfe dar, so dass es sich beliebig mit anderen Förder- und Finanzierungsangeboten kombinieren lässt.


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