Kraniche ziehen lassen - Kranichschutzprojekt startet!

Kranichschutz-Projekt startet

Thüringen und besonders die Landkreise Nordhausen und Kyffhäuser (Stausee Kelbra) bieten nicht nur schöne Ausflugsziele, sondern sind auch eine der bedeutendsten Kranichrastregion Deutschlands. Die Kraniche durchqueren Deutschland auf Ihrem Weg in die Überwinterungsorte in Frankreich, Spanien oder Nordafrika und rasten in Thüringen. Um die pausierenden Kraniche von der Wintersaat fernzuhalten sowie die zum Teil stark geschwächten Tiere zu füttern, wurde das Projekt "Kranichschutz durch Fütterung, Besucherlenkung und Öffentlichkeitsarbeit" ins Leben gerufen. Im Rahmen des Vorhabens soll auf abgeernteten Feldern Weizen ausgestreut werden. Dabei müssen geeignete Flächen in Abstimmungen mit Eigentümern/Nutzern, Ornithologen und Kommunen erst gefunden und die Anwohner entsprechend sensibilisiert werden.

Nun konnte die Förderung für das Projekt im Beisein von Thüringens Umweltministerin Siegesmund übergeben werden.

Folgende Maßnahmen sind im Rahmen des Vorhabens geplant:

  • Ablenkfütterung
  • Beratung von Landwirten mit dem Ziel der möglichst langen Brachlegung von abgeernteten Maisflächen als weitere Futterfläche,
  • Erfassung der Kraniche bezüglich Verweildauer und -ort, Stückzahlen in Zusammenarbeit mit Ornithologen einschließlich Auswertung und Ableitung von Maßnahmen,
  • Öffentlichkeitsarbeit (Informationsveranstaltungen, Schulveranstaltungen, Pressemitteilungen) zur Sensibilisierung von Landwirten, Anwohnern, Besuchern,
  • Einsatz von Rangern zur Information und Lenkung der Kranich-Touristen

Projektziele sind:

  • Stausee Kelbra soll als wichtiger Kranichrastplatz attraktiv gehalten werden,
  • Vermeidung von landwirtschaftlichen Schäden in Rastgebieten,
  • Förderung eines gegenseitigen Verständnisses von Naturschutz, Landwirtschaft und Kranichtouristen.

Im Rahmen des Programms "Förderung von Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft" wurde das Projekt bewilligt und im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz durch die TAB bearbeitet. Wir freuen uns, dass wir unseren Teil zum Artenschutz beitragen können!