ILU - Teil D - Investitionen zur Diversifizierung (DIV)

Was wird gefördert

Gefördert werden Investitionen landwirtschaftlicher Unternehmen in nicht-landwirtschaftliche Aktivitäten zur Erschließung zusätzlicher Einkommensquellen.

Ziele des Programms:

  • Unterstützung einer nachhaltigen Existenz- und Einkommenssicherung bäuerlicher Betriebe in Gebieten, in denen die natürlichen und strukturellen Bedingungen langfristig keine marktfähige Produktion mehr ermöglichen
  • Förderung von Existenzgründungen im ländlichen Raum
  • Erhalt und Stärkung der ländlichen Wirtschaftskraft

Förderfähig sind folgende Ausgaben:

  • Errichtung, Erwerb oder Modernisierung von unbeweglichem Vermögen
  • Anlegen von Kurzumtriebsplantagen auf Ackerland
  • Erstanschaffung von neuen Maschinen und Anlagen im Rahmen der Erschließung zusätzlicher Einkommensquellen, einschließlich der notwendigen Computersoftware, bis zum marktüblichen Wert des Wirtschaftsgutes
  • Allgemeine Aufwendungen, z.B. für Architektur- und Ingenieurleistungen, Baugenehmigungen, Beratung und Betreuung von baulichen Investitionen, Durchführbarkeitsstudien sowie den Erwerb von Patentrechten und Lizenzen (in begrenztem Umfang)

Bitte beachten Sie bei genehmigungsbedürftigen Baumaßnahmen die entsprechenden Anforderungen.

Wer wird gefördert

Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen der Landwirtschaft und des Gartenbaus, unabhängig ihrer Rechtsform,

  • die mehr als 25 % ihrer Umsatzerlöse durch landwirtschaftliche Erzeugnisse erwirtschaften und die die Mindestgröße nach dem Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte (§ 1 Abs. 2 ALG) erreichen bzw. überschreiten oder
  • die als landwirtschaftlicher Betrieb unmittelbar kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen

Auch Inhaber landwirtschaftlicher Einzelunternehmen, deren Ehegatten oder mitarbeitende Familienangehörige gemäß § 1 Abs. 8 ALG, die erstmalig eine selbständige Existenz in räumlicher Nähe zum landwirtschaftlichen Betrieb gründen oder entwickeln, sind förderwürdig.

Zusammenschlüsse und Kooperationen landwirtschaftlicher Unternehmen können unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls gefördert werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

  • Investitionsort liegt in Thüringen
  • Belegung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und der durchzuführenden Maßnahmen mit einem Investitionskonzept
  • Kurzumtriebsplantagen werden unter folgenden Voraussetzungen gefördert:
    • Die Anpflanzung erfolgt auf im Sinne der Betriebsregelung beihilfefähigem Ackerland.
    • Der Leitfaden der TLL zur effizienten und umweltfreundlichen Erzeugung von Energieholz ist zu beachten.
    • Die Flächenobergrenze je Antragsteller beträgt 10 ha.
    • Die Mindestbaumzahl beträgt 3.000 Bäume/ha.
    • Die Mindeststandzeit beläuft sich auf 12 Jahre.

Wie viel wird gefördert

Die förderfähigen Ausgaben werden anteilig mit einem Zuschuss gefördert:

  • Kurzumtriebsplantagen
    einmalig bis zu 1.200 EUR/ha, jedoch maximal 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben,
  • Sonstige Investitionen
    von 25 %

Die Verordnung (EU) 1407/2013 zu De-minimis-Beihilfen ist zu beachten. Der Gesamtwert aller einem Unternehmen gewährten De-minimis-Beihilfen darf 200.000 EUR innerhalb von drei Steuerjahren nicht übersteigen.

Das Mindestinvestitionsvolumen beträgt 10.000 EUR, für Kurzumtriebsplantagen 7.500 EUR.