Unabhängigkeit und Innovationen durch Thüringer Förderungen

Blick auf den Firmensitz

Mit der Ausgründung aus den „Thüringer Industriewerken Rauenstein“ im Jahr 1992 in Form eines Management-Buy-out (MBO) von Mitarbeitern wurde der Grundstein für eine Erfolgsgeschichte gelegt, die bereits über 20 Jahre währt. Heute ist das Unternehmen TIRA GmbH in Schalkau beheimatet. In dieser Zeit wurde das bestehende Produktportfolio zunächst an die neuen Marktgegebenheiten angepasst und dann permanent erweitert, weiterentwickelt und verbessert, so dass die TIRA GmbH heute als Anbieter für Maschinenbau, Materialprüftechnik, Auswuchttechnik und Schwingprüftechnik international tätig ist.

Innovationen durch Zusammenarbeit

Die heutigen Geschäftsfelder der TIRA GmbH erfordern ein Höchstmaß an Know How,Kreativität und Spitzenforschung, um in einer globalisierten Wirtschaft markt- konkurrenzfähig zu bleiben.

Daher setzt das Unternehmen seit Jahren konsequent aufWeiter- und Neuentwicklungen der angebotenen Produkte, die mit einem hohen Forschungsaufwand einhergehen.

Dabei wurden sowohl einzelbetriebliche Projekte, als auch Unternehmungen gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft und dem Hochschulbereich realisiert. „Ein verlässlicher Partner war in dieser Zeit auch die Thüringer Aufbaubank, die es uns ermöglichte, wirtschaftliche Risiken durch Fördermittel kalkulierbar zu halten und so große Forschungs- und Entwicklungsvorhaben anzugehen.“, so Josef Weber, Geschäftsführer der TIRA GmbH.

So wurden in den vergangenen 20 Jahren Forschungsprojekte mit insgesamt mehr als einer halben Million Euro durch die Aufbaubank gefördert und damit neue Arbeitsplätze geschaffen und High-Tech-Produkte entwickelt, wie zum Beispiel verbesserte Schwingsysteme aus neuartigen Faserverbundwerkstoffen, die den Energieverbrauch von Maschinen durch Gewichtsreduktion wesentlich verringern.

Chancen mutig nutzen

Die Entwicklung des Unternehmens brachte mit sich, dass die italienische Gruppe Angelantoni das Unternehmen sukzessive übernahm. Als dann im Jahr 2014 die Angelatoni Gruppe den Verkauf der TIRA GmbH erwägte und damit Arbeitsplätze in Gefahr gerieten, entschieden sich 11 Gesellschafter, davon 9 Mitarbeiter des Schalkauer Unternehmens, für ein MBO, nicht zuletzt um den Bestand des Unternehmens zu sichern und weiter zu entwickeln.

Schützenhilfe erhielt diese Gruppe von einem Konsortium mehrerer Banken, darunter die Thüringer Aufbaubank. Die Aufbaubank sicherte hierfür gleichzeitig gewisse Bankdarlehen ab.

„Heute steht die TIRA GmbH gestärkt da als rein thüringisches mittelständisches Unternehmen mit 120 Mitarbeitern, davon 10 Auszubildende, und vertreibt seine Maschinen in der ganzen Welt. Sie stellt damit einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor im Südthüringer Raum dar und möchte diesen auch weiterhin ausbauen.“, so Weber abschließend.