Die Sahnetorte aus dem 3D-Drucker: Start-Up-Award für Lebensmitteldrucker

Hier druckt der Bocusini ein Labyrinth aus Leberpastete

Egal ob Marzipan, Kartoffelpüree oder Leberpastete. Der Bocusini Lebensmitteldrucker kann durch sein spezielles Druckverfahren personalisierte Lebensmittel herstellen und setzt damit neue Maßstäbe in der Lebensmittelindustrie.

Der Druckwunsch wird mit einer App auf dem Smartphone oder Tablet-PC virtuell aufgezeichnet. Danach kann der Druckbefehl über W-lan an den 3D-Drucker gesendet werden. Der beheizte Nahrungsmitteldruckkopf verwandelt flüssige Lebensmittel in eindrucksvolle 3D-Kreationen auf dem Teller. Für den Druck hat das Gründerteam spezielle Lebensmittelkartuschen mit flüssigem Inhalt in verschiedenen Geschmacksrichtungen entwickelt. Auch diese Kartuschen wird Print2Taste in Zukunft vertreiben.

Mit dem Bocusini Lebensmitteldrucker gewann Print2Taste den mit 3000 Euro dotierten Start-Up-Award of the Year, welcher durch die beteiligungsmanagement Thüringen GmbH unterstützt wurde.

"Momentan besteht die Zielgruppe aus eher technikbegeisterten Early Adopters. Außerdem haben wir viele Anfragen aus der Gastronomie. Aber generell ist der Bocusini sowohl für den professionellen Lebensmittelverarbeiter als auch für den kreativen Nutzer zu Hause gedacht", sagt Melanie Senger, die zum interdisziplinären Entwicklerteam aus Lebensmittelspezialisten und Ingenieuren gehört. Weiterhin sei der Bocusini nur der erste Schritt, personalisierte Lebensmittel zu drucken. Der 3D-Drucker könnte bald zum normalen Haushaltsgerät avancieren.

Die sechs Entwickler sind gerade dabei, die finale Optimierung der Drucker für die offizielle Markteinführung Ende des Jahres umzusetzen. Ende Juni wurde das Projekt bei Kickstarter.de erfolgreich finanziert. Für eine Spende von ca. 1000 Euro konnte man sich einen der ersten Lebensmitteldrucker bereits reservieren.