Das Modell ÖPP – Wie eine Öffentlich-Private Partnerschaft den Bau eines Schulzentrums in Bad Lobenstein möglich macht (Teil 1)

Noch wirkt alles ruhig und verlassen. In zwei Jahren soll hier das neue Schulzentrum entstehen.

Teil 1 unserer Serie „Modell ÖPP“. Wir begleiten dokumentarisch den Bau des Schulzentrums in Bad Lobenstein – in Bildern, Texten und kurzen Videoclips.

August/September 2015 - der Start

Der seit mehreren Jahren geplante Neu-, Um- und Ausbau des Schulzentrums in Bad Lobenstein ist ein Novum in Thüringen - schließlich handelt es sich um ein öffentlich-privates Partnerschaftsprojekt im Schulsektor. Diese Kooperationen bringen viele Vorteile für den öffentlichen Auftraggeber: Termine und Kosten sind sicher planbar und das Projekt wird über den gesamten Lebenszyklus und damit ganzheitlich begleitet. Das hat auch die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung gezeigt, die vor der Ausschreibung durchgeführt wurde.

Die wichtigste Weiche für den Baubeginn wurde Anfang Juli dieses Jahres gelegt: Die Kommunalaufsicht genehmigte das Vorhaben offiziell.

Nach europaweiter Ausschreibung erhielt die Firma Ed. Züblin AG den Zuschlag für Planung, Durchführung der Baumaßnahmen sowie Finanzierung des Projektes. Damit werden alle Bauaufgaben in eine Hand gelegt. Kurze Informationswege im Unternehmen und die Erfahrung der am Bau beteiligten Akteure bieten optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung. Träger des neuen Schulzentrums ist der Saale-Orla-Kreis.

Das Projekt wird in zwei Bauabschnitten ausgeführt und umfasst ein Investitionsvolumen von ca. 8 Mio. EUR. Zuerst stehen der Teilabriss der Grundschule und der Neubau der Mensa an. Anschließend erfolgen die Sanierung der Grundschule und der Neubau der späteren Regelschule.

Der erste Bauabschnitt soll bereits im Dezember 2016 fertiggestellt sein. Die Realisierung des zweiten Bauabschnitts soll anschließend bis Mitte des Jahres 2017 erfolgen.

Das Modell ÖPP – Öffentlich-Private Partnerschaft mit der Thüringer Aufbaubank

Wie erfolgt die Finanzierung?

Das Bauunternehmen Ed. Züblin AG verkauft die Forderung aus dem Bauerrichtungs- und Finanzierungsvertrag gegenüber dem Saale-Orla-Kreis an die Thüringer Aufbaubank (TAB).

Im Gegenzug stellt der Saale-Orla-Kreis bei diesem Forderungsverkauf sicher, die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungsleistungen an die TAB zu zahlen. Diese Form der Finanzierung ermöglicht es der TAB kommunalkreditähnliche Konditionen zur Verfügung zu stellen. Ein weiterer Vorteil dieser Finanzierungsform liegt darin, dass die Zahlungsverpflichtung des Auftraggebers (Landkreis) erst nach Abnahme der Bauleistung entsteht.

Warum sich der Saale-Orla-Kreis für ein ÖPP-Projekt entschied und wie die Ed. Züblin AG das Projekt startet, daruf gehen Landrat Thomas Fügmann und Bereichsleiter Gerald Endlich von der Ed. Züblin AG in folgendem Videostatement ein:

Wie geht es weiter? Teil 2 unserer Serie verrät es.

Klicken Sie sich durch die Fotogalerie ((Fotos: Reinhard Kübrich).