Thüringen-Invest

Was wird gefördert

Auf der Grundlage des Operationellen Programms EFRE 2014-2020 wurde die Thüringen-Invest-Richtlinie mit verbesserten Konditionen ausgestattet.

Gefördert werden Investitionsvorhaben von Existenzgründern sowie Investitionsvorhaben zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die nicht im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) gefördert werden.

Förderfähig sind alle zum Investitionsvorhaben gehörenden

  • neu anzuschaffenden aktivierungsfähigen und betrieblich genutzten Sachanlagevermögenswerte (z.B. bauliche Investitionen, Maschinen und Einrichtungen),
  • anzuschaffenden immateriellen Wirtschaftsgüter (z. B. Patente, Lizenzen), sofern sie dem Geschäftsbetrieb als Anlagevermögen dienen sollen.

Unser Tipp! Der Thüringen-Invest-Zuschuss ist mit Förderdarlehen vielseitig kombinierbar. Neben dem Thüringen-Invest-Darlehen können z. B. die Förderdarlehen
Thüringen-Dynamik oder
GuW Thüringen genutzt werden.

Unsere Kundencenter beraten Sie gern über individuelle Finanzierungsmöglichkeiten.

Die geförderten Wirtschaftsgüter müssen mindestens bis zum Ende der Zweckbindungsfrist im Betrieb des Erwerbers bleiben. Die Zweckbindungsfrist beginnt mit der Abschlusszahlung an den Begünstigten. Erfolgt diese jedoch vor dem Abschluss des Vorhabens, so beginnt die Zweckbindungsfrist erst mit dem Vorhabensende.

Ihr Investitionsvorhaben kann gefördert werden, wenn

  1. Sie in Ihrem Unternehmen bis zum Ende des Vorhabens (neu ab Richtlinienänderung zum 18.08.2016) mindestens einen zusätzlichen Arbeitsplatz in Thüringen schaffen und diesen bis zum Ende der Zweckbindungsfrist besetzen,
  2. ein Existenzgründer eine tragfähige Vollexistenz schafft oder
  3. Sie die bei Antragstellung vorhandenen Arbeitsplätze in Ihrem Unternehmen bis zum Ende der Zweckbindungsfrist sichern bzw. erhalten und zusätzlich eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

- das Vorhaben beinhaltet zum überwiegenden Teil (größer 50 %) Investitionen, die zur Verbesserung der Ressourceneffizienz oder zur Energieeinsparung im Unternehmen führen

- es werden Neuinvestitionen im Rahmen einer Übernahme eines bestehenden Thüringer Unternehmens (Unternehmensnachfolge) getätigt.

Nicht förderfähig sind u. a. Kosten für Grundstücke und Gebäude, Geschäfts- oder Firmenwert, Fahrzeuge, gebrauchte Wirtschaftsgüter, Anlagen zur Stromerzeugung, Eigenleistungen einschließlich Material, Wirtschaftsgüter, die über Leasing, Mietkauf oder Lieferantendarlehen finanziert werden und Wirtschaftsgüter, die über sonstige Ratenkaufvereinbarungen finanziert und nicht im bewilligten Investitionszeitraum vollständig bezahlt werden.

Rechnungen mit einem Gesamtbetrag bis einschließlich 100 EUR netto sind von der Förderung ausgeschlossen.



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Anträge und Abrufe bereits bewilligter Zuschussmittel stellen Sie bitte über unser Online-Portal. Dies hat den Vorteil: Sie sparen Zeit und können sich jederzeit über den aktuellen Stand Ihres Projektes informieren.

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Wer wird gefördert

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft, insbesondere des verarbeitenden Gewerbes und der produktionsnahen Dienstleistungen sowie des Handwerks, des Handels, des Dienstleistungssektors, des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes und der wirtschaftsnahen und kreativwirtschaftlichen Freien Berufe.

Es werden nicht gefördert:

  • Unternehmen in Schwierigkeiten
  • Unternehmen des Bauhauptgewerbes und Bauträger
  • Betriebe der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft und der Aquakultur sowie des Bergbaus
  • Ausgaben für die Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung von Tabak und Tabakerzeugnissen
  • Investitionen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen aus Tätigkeiten, die in Anhang I der Richtlinie 2003/87/EG aufgeführt sind
  • Investitionen in Flughafeninfrastruktur
  • Unternehmen des verarbeitenden Ernährungsgewerbes soweit bei der Herstellung/Verarbeitung Produkte entstehen, die Bestandteil von Anhang I des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) sind; Ausnahme: KMU des Fleischerhandwerkes sind förderfähig, sofern Investitionszuschüsse für das Vorhaben nicht aus ELER-Mitteln gewährt werden. Investitionen in die Schlachtung werden nicht gefördert.
  • Aus- und Weiterbildungseinrichtungen

Weitere Voraussetzungen:

  • Das Vorhaben ist zum Zeitpunkt der Antragstellung (Antragseingang bei der TAB) noch nicht begonnen und zum Zeitpunkt der Bewilligung noch nicht abgeschlossen worden.
  • Die Investition wird in Thüringen durchgeführt und die zuwendungsfähige Investitionssumme beträgt mindestens 10.000 EUR.
  • Die Gesamtfinanzierung des Vorhabens ist gesichert (Vorlage einer Durchfinanzierungsbestätigung).




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Wie viel wird gefördert

Der Freistaat Thüringen fördert Ihr Vorhaben über einen Zuschuss, der mit einem zinsverbilligten Darlehen kombiniert werden kann.

Die Förderung wird als De-minimis-Beihilfe gewährt. Seit dem 01.Juli 2014 gilt die neue allgemeine De-minimis-Verordnung für die Förderprogramme der Thüringer Aufbaubank.

Voraussetzung für die Darlehensgewährung ist, dass zum Zeitpunkt der Gewährung für dasselbe Vorhaben ein Thüringen-Invest-Zuschuss bewilligt ist und eine Bereitschaftserklärung Ihrer Hausbank vorliegt, das Vorhaben zu finanzieren.

Zuschussförderung:
bis zu 20 % der zuschussfähigen Kosten, maximal 50.000 EUR.

Förderdarlehen:
projektbezogene Finanzierung bis zu 200.000 EUR über Ihre Hausbank,

  • 10 Jahre Laufzeit, davon bis zu zwei Jahre tilgungsfrei, Festzins für die gesamte Laufzeit
  • Einzug der Zinsen: monatlich nachträglich
  • Einzug der Tilgungsraten monatlich nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit
  • 100% Auszahlung der Darlehenssumme
  • Sondertilgungen sind ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich
  • Sicherheiten: Es sind bankübliche Sicherheiten zu stellen. Können keine ausreichenden Sicherheiten gestellt werden, kann die Bank eine 50%ige Haftungsfreistellung beantragen.

Folgende Unterlagen sind mit dem Antrag einzureichen:

  • Anlage 1: Investitions- und Finanzierungsplan
  • Anlage 2: Durchfinanzierungsbestätigung/Bereitschaftserklärung der Hausbank/ des Zentralinstituts
  • Anlage 3: De-minimis-Erklärung
  • Anlage 4: KMU-Bewertung
  • Anlage 5: Negativerklärung zur Mitgliedschaft in extremistischen Gruppierungen
  • Gewerbeanmeldung in Kopie
  • Bestätigung zur Arbeitsplatzschaffung bzw. -sicherung im Rahmen des Thüringen-Invests (außer bei Existenzgründung)
  • bei Existenzgründungen:
    • Stellungnahme der IHK bzw. HWK, bei Angehörigen freier Berufe der Berufskammer bzw. anderer zuständiger Stellen zum Unternehmen, zum geplanten Vorhaben sowie Bestätigung der Existenzgründung und der Schaffung einer dauerhaften Existenzgrundlage
    • aktueller unterschriebener Lebenslauf mit vollständigem beruflichen Werdegang
  • bei Arbeitsplatzsicherung:
    • Erklärung zur Durchführung von Maßnahmen zur Ressourceneffizienz und Energieeinsparung oder
    • vertragliche Grundlage der Unternehmensnachfolge (in Kopie)
  • ggf. Finanzierungsverträge, Franchiseverträge


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