LFE - Förderung der Zusammenarbeit in Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft in Thüringen

Hinweis

Momentan ist keine Antragstellung möglich.

Was wird gefördert

ELER-LogoThüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Gefördert wird:

  • die Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren aus und zwischen den Bereichen Land-, Forst- und/oder Ernährungswirtschaft sowie anderen Akteuren im ländlichen Raum,
  • die Schaffung von neuen Clustern und Netzwerken und
  • die Tätigkeit von operationellen Gruppen der Europäischen Innovationspartnerschaften „landwirt­schaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP)

Soweit dies mindestens einem der folgenden Zwecke dient:

  • gemeinsame Erarbeitung und Erstellung von Projekten und Strategien,
  • Austausch von Fachkenntnissen und Fachwissen,
  • Organisation von gemeinsamen Arbeitsabläufen oder Nutzungen von Anlagen oder Ressourcen,
  • Absatzförderung im lokalem Rahmen,
  • Entwicklung, Testung und Praxiseinführung von neuen Produkten, Verfahren und Technolo­gien oder
  • Verbreitung von innovativen Verfahren, Prozessen oder Erzeugnissen bei Anwendern und Ver­brauchern.

Ziele des Programms:

  • Steigerung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Unternehmen durch verbesserten Wissens- und Technologietransfer zwischen unterschiedlichen Wirtschaftsbeteiligten der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft
  • nachhaltige Stärkung der Wirtschaftskraft im ländlichen Raum

Zuwendungsfähig sind Ausgaben

  • für die Organisation und Durchführung der Zusammenarbeit, die unmittelbar durch das Projekt entstehen, z.B. Personal- und Sachkosten, Büro- und Gebäudekosten einschließlich Mieten / Pachten, Kosten der Öffentlichkeitsarbeit, Anschaffungskosten für kleine / geringfügige Investi­tionen, soweit diese nicht aktivierungspflichtig sind und ausschließlich der Zusammenarbeit die­nen
  • für die Durchführung von wissenschaftlichen Untersuchungen und Tests sowie zum Erwerb von technischem Wissen und Patenten einschließlich der Patentanmeldung zum Schutz der im Projekt erarbeiteten Forschungsleistung
  • für Investitionen, die zur Durchführung des Projektes notwendig sind, z.B. Anschaffung von Maschi­nen und Ausrüstungen sowie bauliche Vorhaben, soweit sie in der Projektlaufzeit aus­schließlich dem Förderprojekt dienen

Förderschwerpunkte der Richtlinie

Es können Zuwendungen zur Unterstützung der Zusammenarbeit (Kooperationen zur Erarbeitung und Umsetzung von Projekten und Strategien sowie die Schaffung von neuen Clustern und Netzwerken) in sechs Teilbereichen zwischen unterschiedlichen Wirtschaftsbeteiligten der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft gewährt werden.

  • Teil A - Tätigkeit von operationellen Gruppen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ – EPLR-Maßnahme M 16.1 Achtung!!!: Vor Einreichung des Antrags bei der Bewilligungsstelle ist die Beteiligung des Innovationsausschusses erforderlich!!!
  • Teil B - Zusammenarbeit kleiner Wirtschaftsteilnehmer – EPLR-Maßnahme M 16.3
  • Teil C - Zusammenarbeit zur Schaffung und Entwicklung kurzer Versorgungsketten und lokaler Märkte – EPLR-Maßnahme M 16.4
  • Teil D - Gemeinsames Handeln im Hinblick auf Klimawandel, Umweltprojekte, ökologische Verfahren – EPLR-Maßnahme M 16.5
  • Teil E - Zusammenarbeit zur nachhaltigen Bereitstellung von Biomasse – EPLR-Maßnahme M 16.6
  • Teil F - Diversifizierung landwirtschaftlicher Tätigkeiten in sozialen Bereichen– EPLR-Maßnahme M 16. 9
Die Antragstellung erfolgt eigenständig für jede Teilmaßnahme


Vorhabensauswahl

Alle bis zum Antragsstichtag vorliegenden Projektanträge werden, nach Feststellung der Förderfähigkeit, anhand der von der Verwaltungsbehörde festgelegten Auswahlkriterien mit einem Punktesystem bewertet und in eine Rangfolge gebracht.

Die Bewertung der einzelnen Kriterien erfolgt unter Berücksichtigung der Zielstellungen des EPLR. Besonders umweltfreundliche Vorhaben werden durch spezielle Kriterien vorrangig bewertet.

Bei der Vorhabensauswahl können nur vollständige und bewilligungsreife Anträge berücksichtigt werden.

Für eine Bewilligung kommen nur Projektanträge in Frage, die die Mindestpunktzahl (Förderschwelle) von 30 erreichen.

Die Bewilligung erfolgt im Rahmen des bekanntgegebenen Budgets entsprechend der Rangfolge der Projektanträge.

Wichtiger Hinweis für Baumaßnahmen:

Bei genehmigungspflichtigen Baumaßnahmen sind die erforderlichen Genehmigungen grundsätzlich Bestandteil der Antragsunterlagen. Bitte beachten Sie hierzu die entsprechenden Anforderungen.


Ansprechpartner

Thüringer Aufbaubank - Abt. Agrarförderung

Bärbel Beetz und Team

Email: baerbel.beetz@aufbaubank.de Tel. 0361/7447-181


Bewilligungsstelle, bei der die Förderanträge einzureichen sind

Thüringer Aufbaubank
Bereich Agrarförderung, Infrastruktur, Umwelt
Abteilung Agrarförderung
Gorkistr. 9
99084 Erfurt


Rechtsgrundlagen

Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum des Freistaates Thüringen (EPLR) in der Förderperiode 2014 bis 2020, genehmigt von der Europäischen Kommission am 26.05.2015
https://www.thueringen.de/th9/

Richtlinie des TMIL zur Förderung der Zusammenarbeit in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft - vorbehaltlich der abschließenden Bestätigung nach Beteiligung des Thüringer Rechnungshofs (TRH) und Einholung des Einvernehmens des Thüringer Finanzministeriums (TFM) sowie Veröffentlichung im Thüringer Staatsanzeiger


Höhe des Budgets

ELER Unterpriorität Art. 5 der VO (EU) 1305/2013

2a

3a

4 a bis 4c

6a

gesamt

Im EPLR 2014-2020 geplantes Zuschussvolumen [€]

4.919.999

2.733.333

2.733.333

546.666

10.933.331

Bewilligungsrahmen 2015 [€]

2.933.333





Anteil EU

75 %

Anteil Land

25 %


Wer wird gefördert

Gefördert werden:

  • Operationelle Gruppen (OG) der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) „Landwirt­schaftliche Produk­tivität und Nachhal­tigkeit“ gemäß Art. 56 der VO (EU) Nr. 1305/2013 (Teil A) und
  • Sonstige Kooperationen mit mindestens zwei Wirtschafts- und/oder Wissen­schaftspartnern, in denen mindestens ein aktiver Landwirtschaftsbetrieb bzw. Waldbesitzer bzw. forstlicher Zusammenschluss oder deren berufsständige Vertretung mit direktem Bezug zur praktischen Landwirtschaft oder eine Be­ratungsorganisation mitwirkt (Teil B – F)


Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

  • Das geförderte Pro­jekt muss in Thürin­gen durch­geführt werden.
  • Das geförderte Pro­jekt muss der Land-, Forst- und/oder Er­näh­rungswirtschaft dienen und den unter „Förderzweck“ genannten Zielen zugeord­net werden kön­nen.
  • Die Operationellen Gruppen der der Europäischen Innovationspartnerschaft „Landwirt­schaftliche Produk­tivität und Nachhal­tigkeit“ sind verpflichtet, die Ergebnisse ihrer Kooperation über das EIP-Netzwerk zu veröffentlichen.
Die Zusammenarbeit der Kooperationspartner ist durch eine Kooperationsver­einbarung geregelt.

Wie viel wird gefördert

Die zuwendungsfähigen Ausgaben werden anteilig mit einem Zuschuss gefördert für:

Tätigkeit operationeller Gruppen der EIP (Innovationsprojekte)

80 % der Ausgaben der Zusammenarbeit und

60 % der Ausgaben für Investitionen

für die Laufzeit des Projekts, längstens jedoch für drei Jahre.

Zuwendungsfähige Ausgaben für Investitionen werden grundsätzlich nur bis zu einem Gesamtwert von maximal 300.000 EUR bezuschusst. Bei Vorhaben mit besonderem landespolitischem Interesse gilt diese Obergrenze nicht. Investitionen unter 5.000 EUR sind grundsätzlich nicht zuwendungsfähig.

Projektorientierte Zusammenarbeit

80 % der Ausgaben der Zusammenarbeit für die Laufzeit des Projekts, längs­tens jedoch für drei Jahre

Schaffung neuer Cluster und Netzwerke

80 % der Ausgaben der Zusammenarbeit im ersten Jahr

75 % der Ausgaben der Zusammenarbeit im zweiten Jahr

70 % der Ausgaben der Zusammenarbeit im dritten Jahr

In Aus­nahme­fällen kann eine Verlänge­rung der An­schubfinanzie­rung um weitere zwei Jahre bean­tragt werden. Die Höhe des Zuschusses beträgt dann:

60 % der Ausgaben der Zusammenarbeit im vierten Jahr

50 % der Ausgaben der Zusammenarbeit im fünften Jahr

Beziehen sich die Projekte nicht auf die Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung von im Anhang I des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union aufgeführten Erzeugnissen gelten abweichende Beihilferegelungen. Die Details finden Sie in der Förderrichtlinie.

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